Von der Lust. 2s?
viel Schwingungen in einerlei) Zeit machen, sogeben sie beide einerlei) Ton, oder die eine giebtden Einklang (vnilonux) von der andern an. Istaber die eine von einem Paar gleich dicken undgleich stark gespannten Saiten nur halb so langals die andere, so daß sie also in einer gegebener,Zeit noch ein Mahl so viel Schwingungen machtund der just eindruckt als die andere (§. 28z. n. z),so giebt sie die höhere Octave von der andern an;einen Ton, dessen große Aehnlichkeit mit demGrundtone von welchem man ihn die Octave nennt,oder der wieder die liefere Octave von jenem ist,auch das ungeübteste Ohr empfindet. Ein Tor,ist also um ein Octave höher oder tiefer als einanderer, wenn bey ihm diesufttheilchen noch einMahl so viel, oder halb so viel Schwingungen ineiner gewissen Zeit machen, als bey dem andernTone, von dem er die Octave genannt wird.
§. 286.
Wenn von zwey gleich dicken und gleich stark-gespannten Saiten die eine sich zur andern inAbsicht auf ihre sänge wie zwey zu drey verhalt,so giebt jene den Ton, den man die O .UlNte vondiesem nennt, und drückt den sufttheilchen in ebender Zeit drey Schwingungen ein, in der diese ih-nen zwo Schwingungen giebt. Fallen aber vierSchwingungen der sufitheilchen bey einem Toneauf fünf Schwingungen der sufttheilchcn bey ei-nen, andern, so heißt dieser letztere Ton die großeTerze von jenem.
R §. 287.