Anhang zum sechsten Abschnitt. 15s
Außer diesen ungemeinen Eigenschaften der Salze kom-men jedem eine Menge besonderer zu, mit deren nähererBetrachtung sich die Chemie beschäftigt, ja selbst mancheder oben erwähnten allgemeinen, leiden bey einigen gewisseEinschränkungen. Z. E. bey der Borarsäure (Sedariv-salz), dem gemeinen Alaun und dem Borax w-
Neue Sauren werden noch täglich entdeckt, die alka-lischen Salze halten sich Hey ihrer Zahl.
§. 2OI. c.
II. Erden.
Zu diesen rechnet man auch die Steiuarten die aus ih-nen zusammengesetzt sind; sie sind im Wasser nicht (viel-leicht bloß sehr schwer und vermurhlich imPapinianische»Topfe nach schicklicher Vorbereitung größtcntheilS alle) auf-zulößen und geschmacklos, werden aber selten oder garnicht unvermischt gesunden; sie erreichen nie die fünffacheSchwere des Wassers; eine geringe Hitze afsieirt sie nicht,und eine heftige macht sie nicht flüchtig. Man rechnetebisher fünf Arten.
1) Ralkerde.
2) Schmer- oder Schmcrsparherde.
z) Vicrersalzerde.
4) Alaunerde.
5) Ricselerde.
Diese fünf werden am besten durch ihr Verhalten gegendie Vitriolsäure unterschieden; denn mit derselben gicbtdie erste Gips, die zwcyte Schmersparh, die dritte Bir-rersalz, die vierte Alaun, und die fünfte wird gar nichtangegriffen.
Dalkerde. Brauset mit allen Säuren, so lange sie, wieim natürlichen Zustand gewöhnlich, die Lustsänre ent-halt, welche von allen Säuren verjagt wird. Sie wirdaus ihr auch durch Feuer vertrieben: so entsteht derayeiide ungclöschre Kalk, dieser erhitzt sich mit Wasserund ist in demselben öusiüßbar (Kalkwasser); macht diemilden alkal. Salze ätzend, indem er ihnen die Lufsäureentzieht. Die daraus bestehende Steine geben am Stahlkeine Funken, schneiden nicht in ElaS; dahin Marmor,Kreide, Bergmilch:c. gehören; sie finden sich in derAiche der Gewächse, in den Thierknochen, Korallen,und Decken der Schaalthiere; mit der Vitriolsäure giebtsie den Gips, (Alabaster, Selenir).
Schwer-