Hydrostatik. 11 s
per angesehen werden kann, als ob er aus einerMenge sehr kleiner fester Körperchen bestünde,die nur schwach unter einander zusammenhangen:so kann ein flüssiger Körper freylich nicht eherruhen, che er nicht jene Lage angenommen hak;denn in einer jeden andern Lage würden einigeThcilchen gleichsam auf einer schiefen Ebene lie-gen, von der sie hernnterrollen müßten, weil sieschwer sind.
§. 15 r.
Ein jedes Theilchen eines flüssigen Körpers,z.B. 2z Fig. wird nicht nur durch sein eignesGewicht unterwärts nach dem Bodes des Ge-fäßes zu getrieben, sondern auch durch das Ge-wicht der über ihm liegenden Theilchen. Den-noch sinkt es nicht, weil es dabey andere Theilchenverdrängen müßte, die es nicht verdrangen kann;die ihm also eben so stark entgegendrücken, alses selbst gegen sich drückt. Das heißt: ein jedergrößerer oder kleinerer Theil eines flüssigen Kör-pers wird durch sein eigenes Gewicht und durchdas Gewicht aller übrigen Theilchen an seinemOrte erhalten, wenn der flüssige Körper sich ein-mal in einem Gefäße in Ruhe befindet.
Wenn wir also den Theil des Wassers odereines jeden andern flüssigm Körpers besondersbetrachten, der auf einer Seite von LckOL, aufder andern von b'll(?bl eingeschlossen ist: so wirdderselbe von dem darüber und darunter stehenden
H 2 Wasser