Druckschrift 
Anfangsgründe der Naturlehre
Entstehung
Seite
XLIII
Einzelbild herunterladen
 

zur sechsten Auflage.' xr.in

was ich oben gesagt habe, und wird sogleich nochdeutlicher werden. Herr de Luc läugnet schlechtwegalle Auflösung des Wassers in der Luft, und bringtGründe bcy warum er es laugnet. Er erweiset durchVersuche, daß alles, was man bisher durch Nie-derschlag dcS in der Luft anfgelöscten Wassers erklärthabe, durch Niederschlag des durch Feuer ausgclöscte»Wassers aus der Lust, worin diese Auflösung hängt,erklart werden müsse, das Phänomen des Regensallein ausgenommen, das sich nicht daraus erklärenlasse. Er zeigt ferner durch Versuche, daß einemerkwürdige Erscheinung, da nämlich das Hygro-meter, wenn man die Lust um dasselbe verdünnt,,ans Trockenheit zugeht, sich schlechterdings nichtdurch jene Auflösung erklaren lasse. Er hat fernergezeigt, daß Luft, die in verschlossenen GefäßenWochenlang über den stärksten Austrockungsmittelngestanden hat, kein Hygrometer mehr asficirt beykeiner Temperatur; nichts in der Welt weiter naßmacht, also wenn sie auch Wasser enthält, es wenig-stens so gebunden enthalte, daß eS, wenn mannicht über Worte streiten wolle, den Namen nichtmehr verdiene. Ucbrigcns längnet er so wenig, daßjene ausgetrocknete Lust noch Wasser enthalten könne,daß er sogar behauptet sie bestehe größrenchcils,ja , die impondcrablen Stoffe abgerechnet, ganz ausVlasser, oder weil wirklich dieser Ansdruck unschick-lich ist, aus demjenigen Grundstoffe, der Wassergibt, wenn er von jenen impoudcrabcln Stoffenbestcyt, mit einer hinlänglichen Menge Feucrwcsenverbunden wird. Er hat weiter gezeigt, daß einesolche Lust bey niedriger Temperatur sogleich wiederauf das Hygrometer wirkt, wenn man Wasser zuläßt,und daß dieses Wasser eben so auch ans Manometerund Barometer wirkt, als wäre, bcy gleicher Tem-peratur , gar keine Lust im Spiel gewesen. Da nun,im letzten Falle, es bloß der Dampf war, was