zur sechsten Auflage. xxxix
Wort über das Gxpgen. Wenn ein Salz der Zangesalzig schmecken soll, so muß es im Speichel, das istim Nasser auflösbar seyn. Da also unser Salz nursalzig schmeckt, wenn Wasser damit in Verbindungkömmt, so wäre ja wohl gar das Wasser das prin-cips Halogene? Könnte dieses nicht der Fall mitdem Orygen seyn? Ich will bcym Phosphor stehenbleiben. In vephlog. Luft verbrannt gibt er eineSaure. Gesetzt die dephlog. Luft wäre Wasser-dampf, und mir durch ein drittes zur Permanenzgebunden: so könnte ja eben dieses dritte nachdemdas Fcnerwcsen fort ist dem Posphor mit dem Wasserverbinden und ihn nun auf diese Art schmeckbavmachen. Dieses bloß im Vorbeygehen. Uebcr Hauptdem sey wie ihm wolle so kann man wie mich dünktnicht genug bedenken: Wer Hypothesen schaft gibtbloß sein unmaßgebliches Gutachten, und das istniemanden verwehrt, wer sie der Spache auszwingt,publicirr Mandate, und da gehört schon was dazusie durchzusetzen. Indessen die Franzosen haben eSdurchgesetzt, "und da ist es Schade, daß man diesenZeitpimct nicht genutzt hat die ncue Nomenclatnr nacheiner erst festgesetzten durchaus philosophischenTheorie der Nomcnclaturcn überhaupt zu bestimmen.Hier kann ich unmöglich umhin zum Beschluß nocheinige allgemeine Anmerkungen über die Neuerung inden Namen und über die Unschädlichkeit der schlcchtge-wahlten zu machen. Ich denke die Astronomie könnteauch sogar in dieser Rücksicht allen Theilen der Physikzum Muster dienen. In welcher Wissenschaft hatder menschliche Geist sich durch eigene Kraft, fastohne alle Stütze des Zufalls, höher gehoben als inihr? in welcher sind die allmähligcn Fortschritte rich-tiger aufgezeichnet, und wo übersieht man deutlicher,wie immer eine Hypothese der Wahrheit naher kamals die andere, und wodurch die Annäherung geschah?und wo nun endlich, z. B. beym Weltsystem, die letzte
c 4 Hypo-