2«
des ersten Ballens — 9,4 pCt.
» 2ten » — 19,8 »
» 3tcn » ---11,9 ->
-- 4ten " — 19,7 »
» üten » ---9,9 »
Das Mittel beträgt — 19,3 pCt.
Der Feuchtigkeitsgehalt der nach dem altern Verfahren conditionirten Seide stellt sich hieretwas höher heraus, als er in frübern Versuchen sich ergab. Auch hier kommen wieder Ab-weichungen von 1^ pCt. vor, die für einen geregelten Gang des öffentlichen Verkehrs als zugroß erscheinen.
Der Apparat zum absoluten Austrocknen hat sich im Laufe des ganzen Jahres vollkommenbewährt. Es wurden dieselben Seidenstränge zu verschiedenen Malen und im verschiedenenZustande der Feuchtigkeit der absoluten Anstrocknnng ausgesetzt; sie gingen regelmäßig ans dasselbeGewicht wieder zurück. Ein einziges Mal fand sich ein Unterschied von 9,125 pCt.
Der Apparat ist in folgender Art eingerichtet. Ein glockenförmiges Gefäß steht, die Oeff-nung nach oben gekehrt, auf einen: kleinen Tische von 17 Zoll Höhe über dem Boden. DieGlocke ist 19" tief und 13z" weit. Sie besteht aus Kupferblech und hat doppelte Wände,welche z" von einander abstehen. Ein cylindrisches Gefäß ans Kupferblech ist über diese Glockegestürzt. Von einem Dampfkessel führt eine Röhre den Dampf seitwärts in den Raum zwischenden Doppelwändcn der Glocke. Eine zweite Röhre führt den Dampf und das condenstrte Was-ser ans dem untern Theile dieses Raumes in ein Gefäß mit Wasser. Eine dritte Röhre gehtvon unten durch den kleinen Tisch und setzt die atmosphärische Luft mit der Luft zwischen denbeiden Gefäßen in Verbindung. Der oben befindliche Boden des äußern Gefäßes hat in derMitte eine Oeffnung, um der feucht gewordnen warmen Luft den Austritt zu verstauen, woge-gen durch die untere Röhre atmosphärische Luft in den Apparat eindringt. Durch die Oeffnungim Deckel geht auch ein Messtngdraht, an welchem die Seidensträngc im inncrn Räume derGlocke, jedoch ohne die Wände zu berühren, hängen. Der Draht ist oben an dem einen Armeeiner gewöhnlichen, jedoch genauen, Wage befestigt. Das Abwägen der absolut getrocknetenSeide muß durchaus innerhalb des Apparats geschehen, weil die Seide in diesem Zustande außer-ordentlich schnell wieder Feuchtigkeit annimmt, sobald sie mit der freien Luft in Berührung tritt.Der Dampfkessel ist mit einem Manometer verschen, und die Versuche haben nachgewiesen, daßdasselbe einen Dampfdruck von 35 bis 45 Ecntimeter, also von IH bis 17 Zoll anzeigenmüsse, wenn die Temperatur im Apparat 198 bis 199° C. betragen soll. Bei dieser Tempera-tur ist fortwährend ausgetrocknet worden und es hat sich mit Sicherheit herausgestellt, daßSchwankungen im Thermometcrstande von mehreren Graden auf das Endresultat keinen Einflußausüben. Die Austrocknung ist in 2z bis 3 Stunden beendigt. Die kleinern Apparate können89 bis 99 Gramme, also 5z bis 6 Loth Seide aufnehmen; der große Apparat ist für 599 Gramme,also für stark 1 Pfd. Seide eingerichtet und giebt die befriedigendsten Resultate.
Dies sind die sehr wichtigen Versuche, welche von der im Jahre 1838 zusammcnberufenenKommisston angeordnet und unter ihrer Aufsicht ausgeführt wurden. Nachdem dieselben beendigt