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und Netto -Gewicht. Es werden darauf aus dem Ballen an verschiedenen Stellen 27 SträngeSeide gezogen, diese in 3 Bündel, jeder von 9 Strängen, gethcilt, und jeder Bündel sofortgenau gewogen. Verkäufer und Käufer haben das Recht, bei diesen Operationen gegenwärtigzu sein. Der Seidenballen wird darauf sofort wieder zur Disposition des Eigcnthümers ge-stellt. Von den obigen 3 Seidenbündeln werden zwei in verschiedenen Apparaten der absolutenAustrocknung unterworfen. Wenn die Gewichtsverluste bis auf z pCt. mit einander übcrein- !
stimmen, so werden diese Bestimmungen für richtig erachtet und nach dem Mittel aus beidenResultaten das Conditionsgewicht des Ballens, unter Hinzufügung von 19 pCt. zu dem Ge-wichte der absolut trocknen Seide für Feuchtigkeit, berechnet. Wenn aber die Gewichtsverlustezwischen z pCt. und 1 pCt. von einander abweichen, so, wird auch der dritte Bündel Seideabsolut getrocknet. Und wenn nun wiederum die drei Resultate nicht mehr als 1 pEt. voneinander unterschieden sind, so wird nach dem Mittel derselben das Conditionsgewicht berechnet.
Wenn jedoch zwischen den beiden ersten oder zwischen allen drei Austrocknnngcn sich Unter-schiede von mehr als 1 pCt. ergeben, so werden alle drei Bündel 21 Stunden später einerneuen Anstrocknnng in verschiedenen Apparaten unterworfen. Nach dem Mittel aus den er-haltenen Resultaten wird dann das Conditionsgewicht berechnet. Bei der Abwägung mnß dasGewicht des ganzen Ballens bis ans 19 Gramme, das Gewicht der Tarra bis auf 1 Gramme,das Gewicht der drei Bündel vor und nach der absoluten Anstrocknnng bis auf 5 Milligrammegenau bestimmt werden.
Nach diesen Vorschriften wurden in dem Zeiträume vom 19. Juli bis zum 13. Novem-ber d. I. 61 Ballen Seide conditionirt. Der größte Unterschied zwischen den Resultaten derAustrocknung der beiden Probebündel betrug 9,263 pCt. oder z pCt., so daß also in keinemvorkommenden Falle das Austrocknen des Reservebündels erforderlich wurde. Die mittlereDifferenz beträgt nur 9,119 pCt., also noch nicht Z pCt. Diese Genauigkeit muß allerdingsals vollkommen ausreichend für den öffentlichen Verkehr anerkannt werden.
Diese Versuche liefern noch das folgende sehr bemerkenswcrthe Resultat. Der mittlereVerlust bei der Conditio:: fand sich zu 3,25 pCt., so daß also die 61 Seidenballen im Mittel13,25 pCt. Feuchtigkeit enthielten. Unter diesen Ballen enthielten 17 -- 11 bis 16 pCt. Feuch-tigkeit. Nur ein einziger Ballen, der aus der alten öffentlichen Conditio:: kam, dort aber1,1 pCt. Feuchtigkeit verloren hatte, wurde um 9,1 pCt. zu trocken befunden. Aus der mit-getheilten ausführlichen Tabelle sieht man deutlich, wie in der feuchtern Jahreszeit auch dieSeide in einem feuchtern Zustande in die Conditio:: gelangte. — Eine zweite Reihe von 32 Con-ditionirungen nach dem neuen Verfahren wurde schon in: November des Jahres 1838 ausgeführt.
Die absolute Austrocknung wies im Mittel eine Feuchtigkeit von 13,11 pCt. nach. Es kamen8 Fälle vor, in welchen die Feuchtigkeit 11 bis 17 pCt. erreichte. Diese Resultate stimmenalso mit denen der vorstehend bezeichneten Versuche sehr genau überein. Es wurden bei diesenVersuchen 5 Ballen untersucht, welche in der öffentlichen Anstalt nach dem alten Verfahren con-ditionirt worden waren. Es ergab sich die Feuchtigkeit:
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