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[Hauptbd.] (1840)
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für jede Coiiditiom'rung von 48 Stunden festgestellt. Für Ballen unter 20 Kilogramme werdenfür Organfine 1 Frcs. 60 Cts. ( I2l Sgr.) und für Trame 2 Frcö. 40 Cts 19! Sgr.)entrichtet. Nach einer vor mir liegenden Notiz besteht das Personal ans einem Dircctor mit5000 Frcs. Gehalt, ans 6 Commis mit 9700 Frcs. Gehalt, aus mehreren Dienstlentcn mit8300 Frcs. Einkommen. Für Heizung und Beleuchtung werden 5000 Frcs., für Stempel undandere Gegenstände noch 5000 bis 6000 Frcs. jährlich verausgabt, so daß die Gcfammtkostender Lyoner Conditio» jährlich gegen 24,300 Frcs. betragen. Sie steht unter der Aufsicht derHandelskammer.

Die Seiden-Conditionen in St. Etienne und St. Chamond scheinen in derselben Art ein-gerichtet zu sein, wie die Anstalt in Lyon.

Aus der vorstehenden Darstellung des Verfahrens bei der Seiden-Conditionirung in Turinnnd Lyon geht hervor, daß dasselbe an beiden Orten im Wesentlichen mit einander überein-stimmt. An andern Orten des nördlichen Italiens und des südlichen Frankreichs, wo Seiden-Conditionen vorhanden find, wird ein ganz ähnliches Verfahren angewendet. Dies Verfahrenhat aber sehr bedeutende Mängel. Wird nämlich in einem Zimmer von 12 bis 15^ Höhe dieTemperatur durch Heizung bis auf 20 nnd mehr Grade erhöht, während die äußere Tempera-tur mehr oder weniger niedriger steht; so wird, wenn das Zimmer nicht vollkommen abgesperrtwerden kann, was beim Conditionircn unmöglich ist, warme Luft entweichen und kalte eindrin-gen. Die kältere Luft breitet sich zunächst am Boden aus, während die wärmern Luftschichtenin die Höhe steigen. In einem solchen Zimmer finden in der Regel zwischen den Luftschichtenam Boden nnd an der Decke Temperatur-Differenzen von 5 bis 6 Graden statt. Da nun einTheil der Seide beim Conditioniren nur 6 Zoll über dein Boden liegt, während ein andererTheil in der Nähe der Decke der Einwirkung einer um mehrere Grade wärmern Luftschicht aus-gesetzt ist, so kann die Austrocknung unmöglich gleichmäßig ausfallen.

Vorausgesetzt, daß die Seide der Conditionirung lange genug ausgesetzt bleibt, hängt der Gradder Austrocknung von der Temperatur der Lust nnd zugleich von dem hygrometrischen Zustande dersel-ben ab. Die Temperatur zu reguliren steht in unserer Macht; nicht aber so leicht ist es den Feuchtig-keitszustand zu reguliren. Dieser Feuchtigkeitszustand hängt einestheils von der Feuchtigkeit der inder Conditionirung begriffenen Seide ab. Je nachdem diese Seide selbst mehr oder wenigerfeucht ist, je nachdem sie schon länger getrocknet worden, oder neue Seide wieder eingebrachtwurde, wird derselbe, unter übrigens gleichen Umständen, sehr verschieden sein. Andcrntheilshängt dieser Feuchtigkcitszustand von der Feuchtigkeit der äußern Luft, welche fortwährend indie Trockcnstuben eindringt, ab. Nun liegt aber in unfern Gegenden der Condensationspnnkt infreier Lust im Winter oft unter Null nnd im Sommer über 16° R., das heißt, es hat derWasserdampf in der Atmosphäre oft eine Spannung von weniger als zZZ und oft vonmehr als /Z Atmosphäre, so daß also in der atmosphärischen Luft oft zu einer Zeit 4 malmehr Wasserdampf enthalten ist, als zu andern Zeiten. Dieser Unterschied muß ans das Aus-trocknen der Seide von dem entschiedensten Einflüsse sein. Drittens hängt der Wechsel derim Zimmer eingeschlossenen Lust nicht allein vom Oeffnen und Schließen der Fenster nnd vondem Vorhandensein anderer Oeffnungen, sondern auch von der Temperatur-Differenz zwischen