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tcn Theil von Europa zu regieren. Wäre die Vorsehungalles das, was man von ihr sagt, so müßten die Newton,die Wolf, die Locke, die Voltärc,' endlich alle Wesen, welcheam meisten denken, Herren dieser Welt sey»; alsdann wärecs offenbar, daß diese unendliche Weisheit, die über alleEreignisse gebietet, durch eine ihrer würdige Wahl auf die-ser Welt unter den menschlichen Wesen die weisesten be-stimmt hätte, um die andern zu regieren; aber wie jetztdie Sachen gchn, sollte man sagen, daß Alles nach Zufall ge-schähe — Ein Mann vonVcrdicnst wird nicht nach seincmWcr-the geschätzt, ein Anderer auf die Stelle, welche für jenenpaßt, gesetzt. Ein Schurke wird erhoben und ein recht-schaffener Mensch lebt im Dunkel dahin. Die Zügel derRegierung eines Reichs sind unerfahrenen Händen anver-traut und erfahrene Menschen werden von den Aemtern ent-fernt. Man mag hierüber mir sagen, was man will, man wirdmir doch nie einen guten Grund für diese Wunderlichkeit desSchicksales anführen können. Ebd. S. 80.
Ich habe die kleine Brochurc über das Zeitalter Lud-wigs des Großen gelesen. Wen» dieser Fürst noch lebte,würde er Sie mit Ehrenbezeugungen und Wohlthatcn über-häuft haben; aber in der Zeit, wo wir ;ctzt sind, scheintder gute Geschmack, eben so wie der alte Kardinal, in ihreKindheit zurückgefallen zu scyn. Milord Chestcrficld sagte,daß im Jahre 25 die Welt verrückt worden sei; ich glaube,daß im Jahre 40 man sie in die Narrenhäuser bringenmuß. Nach den Verdrießlichkeiten und den Verfolgungen,die man ihnen macht, ist cs Niemandem mehr erlaubt zuschreiben; es wird daher alles criminell, alles wird strafbar.
Ebd. S. 84.
Ein Mann, der die Welt lange Zeit durch seine Werkeunterrichtet hat, kann als der Lehrer des Menschengeschlech-tes angesehen werden; er kann also der Rath aller Konigeder Erde seyn, ausgenommen derjenigen, welche keine Machthaben. In der Lage der Letzter» befinde ich mich zu Reu-chatcl, wo mein Einfluß demjenigen gleicht, den ein Konigvon Schweden auf seine Landstände übt, oder dem des Kö-nigs Stanislaus auf die sarmatische Anarchie. Zu Rcucha-tcl einen Staatsrath ohne Bcistimmung der Synode hießesich vergeblich einer Verlegenheit aussetzen. Ich habe indiesem Lande Jean Jacques beschützen wollen, man hat ihnverjagt; ich habe verlangt, daß man einen gewissen Petit