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Friedrichs des Grossen Gedanken über Staat, Kirche, Fürsten und Volk
Entstehung
Seite
116
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federn sind, welche auf verschiedene Geschöpfe einwir-ken, und daß sich die Vernunft darauf beschränkt, die-jenigen zu führen, welche man die Verständigsten nennt.Wollen Sie Notwendigkeit dasjenige nennen, was ichVernunft nenne, so ist unser Streit beigelegt; aberwenn Sie eine blinde Notwendigkeit annehmen, dieuns wie Marionetten handeln läßt, so würde ich michweigern, in meinen alten Tagen zur Marionette zuwerden. — Mit Ihrer Erlaubniß verwerfe ich auchden Widerruf des Edictes von Nantes, obgleich meh-rere von denen, welche le Tellier proscribirt hat, anden Oertcrn, welche sie zu ihrem Asyl gewählt haben,glänzendes Glück machten, und überdieß Frankreich nurzu sehr bevölkert ist. Wir finden in den Tempeln dieserFlüchtlinge einen Thcil des Eultus, welchen Sie vor-schlagen; es ist nur noch die Frage von moralischen Ge-genständen, und das Dogma läßt man in den Tau-fenden von Bänden, welche über diese Gegenstände ge-schrieben sind, einrosten. — Ich bin überzeugt, daßein fanatischer Philosoph das größte von allen möglichenUnthicrcn und zu gleicher Zeit das inconsequcnteste Thierist, welches die Erde hervorgebracht hat; ich begnügemich daher nicht, in deni gestört zu werden, was mirmein weniger Glaube erlaubt zu glauben, und weitentfernt, Bekehrer zu werden, laß ich Jedem die Frei-heit, sich sein System nach seinem Gutdünken zu bauen.

Ebd. S. III.

Wollen Sie wissen, was ich über die Freiheit der