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Friedrichs des Grossen Gedanken über Staat, Kirche, Fürsten und Volk
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113
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könnte, so bleibt noch die Frage zu wissen, ob sie derMühe, aufgeklärt zu werden, würdig sind.

Ebb- S. 104.

Was Ihren König Ludwig XIV. anlangt, sokommt es eigentlich seinen Franzosen zu, ihn zu ver-theidigen; er hat ihnen schone Manufakturen gegeben,hat ihnen schöne Grenzen gegeben und sie so wohl be-festigt, daß er sein Königreich fast vor jedem Anfallgesichert hat; er hat die Wissenschaften beschützt. DieFranzosen sollten ihn aus Erkenntlichkeit rechtfertigen;aber weil Sie verlangen, daß ich sein Don Qui,rottesehn soll, so werde ich mir die Freiheit nehmen, Ih-nen zu bemerken, daß lange Zeit vor ihm die Römereben so große Heere, als die seinigen waren, gehaltenhaben, und daß, wenn wir hier 100,000 Ackerbauerzu viel hätten, wir auch noch 300,000 Morgen Landhaben müßten, um sie unterzubringen; denn jedcSFeld hat seinen Herrn und Arme genug, um cultivirtzu werden; und was soll man dann für Vertrauen indie Treue so vieler Fürsten setzen, von denen der grö-ßere Theil keine hat? Und wer wird wohl diese Ma-rionetten, welche, ich weiß nicht, welches Schicksalzum Handeln bestimmt, in dasselbe Modell werfen, umdaraus friedfertige Fürsten zu machen? — Es darfin Europa nur zwei Souveräne mit unruhigen Köpfengeben, so ist dies genug, um Alles in Lärm und Ver-wirrung zu setzen. Ich denke so darüber: zu jeder Zeithat es Kriege gegeben; was nun immer gewesen ist,das muß nothwendig seyn (obgleich ich den Grund da-