— III —
men; aber man unterscheide diese Erkenntnisse unsererCombinationen, welche sie verarbeiten, sie umgestaltenund einen bewundernswürdigen Gebrauch davon machen.Sie bestehen noch darauf, und führen mir die Leiden-schaften an, welche in uns thätig sind. Ja, Sie hat-ten Recht, wenn diese Leidenschaften immer obsiegten,aber man widerstehet ihnen oft. Ich kenne Personen,welche sich durch ihre Fehler gebessert haben. WelchenUnterschied findet man nicht zwischen einem gut oderschlecht erzogenen Menschen, zwischen einem Neuling,der in die Welt tritt, und einem Andern, der Erfah-rung hat. Wenn es nun eine absolute Nothwendigkeitgiebt, so würde sich Niemand bessern können, die Feh-lerwürden unabänderlich dieselben bleiben, Ermahnun-gen wären vergeblich, und die Erfahrung würde wederdie Unklugen, noch die Unbesonnenen bessern. Ichwage also in diesem System vom Schicksale einigen Wi-derspruch zu finden; denn wenn man es streng zuläßt,muß man die Gesetze, die Erziehung, Bestrafung undBelohnung für überflüssig und unnütz halten. WennAlles nothwendig ist, so kann sich nichts ändern; abermeine Erfahrung beweist mir, daß die Erziehung vielüber die Menschen vermag, daß man sie bessern kann,daß man sie ermuthigen kann, und ich bemerke vonTag zu Tag mehr, daß die Strafen und Belohnungendie Wä'lle der Gesellschaft sind; ich konnte daher keineMeinung als zulässig finden, welche den Wahrheitender Erfahrung, so schlagenden Wahrheiten widerspricht,