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Friedrichs des Grossen Gedanken über Staat, Kirche, Fürsten und Volk
Entstehung
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der Philosophie befassen will, oder man muß auf denNamen eines Philosophen verzichten.

Ebd. S. 90.

Ich bin überzeugt, daß Gott nicht materiell sehnkann, weil er dann durchdringlich, theilbar und endlichseyn würde. Nehme ick) ihn für einen Geist, so be-diene ich mich eines metaphysischen Ausdruckes, den ichnicht verstehe, indem ich ihn nach der Definition derPhilosophen nehme; ich sage Dummheiten; denn einWesen, das keinen Ort einnimmt, cpistirt nirgendswirklich, und es ist selbst unmöglich, daß es einen gebe.Ich verlasse also diesen Stoffund den reinen Geist, undstelle mir, um eine Idee von einem Gott zu haben,ihn als das Sensorium des Weltgebäudes vor, als diean die ewige Organisation der epistirenden Welten ge-knüpfte Intelligenz, und hierin nähere ich mich wederdem Systeme des Spinoza, noch dem der Stoiker,welche alle denkenden Wesen als Ausflüsse von der großenWeltseele betrachteten, mit welcher ihre Fähigkeit, zudenken, sich nach ihrem Tode wieder vereinigte. DieBeweise dieser Intelligenz oder dieses Sensorium derNatur sind nachstehende: Die erstaunlichen Beziehun-gen , welche in der ganzen physischen Anordnung derWelt, der Vegetabilien und der lebenden Wesen herr-schen; und zweitens die Intelligenz des Menschen. Dennwenn die Natur unvernünftig wäre, würde sie unsdas, was sie selbst nicht hat, gegeben haben? was eingrober Widerspruch ist.