versehen und die Bewegung an feststehende Gesetze ge-bunden zu Huben, welche ohne Zweifel uns die Freiheitbeträchtlich einwirken, ohne jedoch sie gänzlich aufzu-heben. Die Organisation und die Leidenschaften desMenschen haben ihren Grund in den Elementen, auswelchen dieselben zusammengesetzt find. Sobald sie nundiesen Leidenschaften gehorchen, sind sie Sklaven, abereben so oft auch frei, als sie ihnen widerstehen. Siewerden mich weiter treiben und mir sagen: aber sehenSie denn nicht, daß diese Vernunft, vermöge welcherdie Menschen ihren Leidenschaften widerstehen, selbstder Notwendigkeit unterworfen ist, welche jene aufdiese einwirken läßt? Streng genommen kann das soseyn. Aber wer zwischen seiner Vernunft und seinenLeidenschaften wählt, und sich entscheidet, der ist, wiemir dunkt, frei, oder ich weiß nicht, was man füreinen Begriff mit dem Worte Freiheit verbindet. Das,was nothwendig ist, ist unbedingt. Ist nun der Menschstreng demSchicksal unterworfen,so werden wedcrStrafennoch Belohnungen diese stegreiche Gewalt weder er-schüttern noch vernichten. Da nun aber die Erfahrunguns das Gegentheil beweist, so muß man zugeben, daßder Mensch zuweilen die Freiheit, die jedoch oft be-schränkt ist, genießt. Aber wenn Sie verlangen, ichsolle Ihnen das, was diese Intelligenz ist, welche ichmit der Materie vermähle, weitläufiger erklären, sobitte ick), mir das zu erlassen. Ich gewahre diese In-telligenz wie einen Gegenstand, welchen man undeut-lich durch den Nebel bemerkt; es ist schon viel, sie zu
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Friedrichs des Grossen Gedanken über Staat, Kirche, Fürsten und Volk
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