34
Reiche nur durch Mißbrauche bestehn, daß sie ange-füllt mit Verwirrung sind, und daß sie nur durchungeheure Hülfsmittel und durch die innere Machtihrer Masse sich aufrecht erhalten. Die Jntriguen,welche an diesen Hosen gespielt werden, würden we-niger mächtige Fürsten zu Grunde richten; sie schadenimmer, aber sie hindern nicht, daß zahlreiche Heereihr Gewicht erhalten.
Ebd. S. 16.
Ich bemerke, daß alle Kriege, welche in weiterEntfernung von den Ländern der Völker geführt wer-den, die sie unternahmen, nicht den nämlichen glück-lichen Erfolg haben, als diejenigen, deren Schau-platz nahe bei dem Vaterlande ist. Sollte hierannicht ein natürliches Gefühl in dem Menschen Schuldseyn, welches ihm sagt, es sei gerechter, sich zu vcr-theidigen, als seinen Nachbar zu berauben.
Wer ein fühlendes Herz hat, und die Sachenmit kaltem Blute betrachtet, muß ganz von denUebeln bewegt werden, welche Staatsmänner denVölkern verursachen, weil sie entweder darauf nichtreflectiren, oder weil sie sich durch ihre Leidenschaftenfortreißen lassen. — Die Vernunft schreibt uns überdiesen Punkt eine Regel vor, von der, wie mich dünkt,kein Staatsmann abweichen sollte; nämlich die Ge-legenheit zu ergreifen, und nichts, wenn sie nichtgünstig ist, zu unternehmen, aber sie nicht damit