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die streitenden Theile vor Beendigung ihrer Streitig-keiten zu durchlaufen haben. Mögen es nun schlechteGesetze seyn, welche ihre Rechte kränken, oder ränke-volle Vertheidigungsreden, welche ihre Rechte ver-dunkeln, oder mag es die Langwierigkeit scyn, welcheden Hauptgegenstand des Streits auf die Seite wirft,und ihnen die Vortheile, die ihnen zusteh», entreißt: allesdas läuft auf dasselbe hinaus: das Eine ist immer schlim-mer als das Andre; aber alle Mißbräuche verdieneneine Abänderung. Jede Verlängerung des Protestesgiebt den Reichen beträchtliche Vortheile über seinearme Gegner; sie wissen den Proccß von einer In-stanz zur andern zu bringen; sie ermüden und er-schöpfen ihre Gegcnparthci, und bleiben zuletzt alleinauf dem Kampfplatze.
Ebd. S. 2vk.
Wer sich einbildet, daß alle Menschen bose Gei-ster wären, und sie mit Grausamkeit verfolgt, siehtaus den Augen eines düster» Menschenfeindes; aberanzunehmen, daß alle Menschen Engel seyen undihnen den Zügel schießenzulassen, heißt sich zum schwa-chen Kapucincr träumen. Dagegen muß ein vernünf-tiger Mensch überzeugt sehn, daß sie weder ganz gut,noch ganz bose sind; muß die guten Handlungen überdas Verdienst belohnen, und die schlechten milder be-strafen, als sie es verdienen, muß Nachsicht mit ihren