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Schwache seines Herrschers in Ohnmacht zu fallen,und durch die Klugheit und Thätigkeit eines Ministersaufrecht erhalten werden muß, da ist der Fürst nurein Schattenbild, aber ein Schattenbild, das mannicht entbehren kann; denn er reprasentirt den Staat,und Alles, was man wünschen kann, ist, daß er
eine gute Wahl trifft.
Ebd. S. 122.
Ein geistvoller Fürst kann leicht über den Geistund die Fähigkeiten seiner Diener urtheilen; aber einrichtiges Urtheil über deren Uneigennützigkeit und Treuezu fällen, ist ihm beinahe unmöglich.
Ebd. S. 121.
Die Fürsten, welche tiefer untersuchen, kennendie Menschen Keffer; sie wissen, daß ste alle das Ge-präge der Menschlichkeit an sich tragen, und daß esauf dieser Welt nichts Vollkommncs giebt, daß großeVorzüge, so zu sagen, aufgewogen werden durch großeFehler und daß der große Geist von Allem Nutzenziehen muß. Deshalb behalten sie, ausgenommenbei Pflichtvergessenheit, ihre Diener mit ihren gutenund bösen Eigenschaften bei, und ziehen die, welchesie als bewährt erkannt haben, den neuen vor, welchesie haben könnten, wie auch die Musiker lieber In-strumente spielen, deren Ton und Stärke sie kennen/
als neue, deren Güte ihnen unbekannt ist.
Ebd. S. ZAi,