Druckschrift 
Friedrichs des Grossen Gedanken über Staat, Kirche, Fürsten und Volk
Entstehung
Seite
11
Einzelbild herunterladen
 

— ll —

ein Mensch, der den Brand an einem seiner Gliedersieht, trotz der Liebe, welche er zu demselben hat, sichdoch entschließen würde, dasselbe ablösen zu lassen, umdurch diese schmerzliche Operation wenigstens den übri-gen Körper zu sichern und zu retten.

Ebd. S. 82.

Es gicbt Falle, wo man streng sein muß, abernie soll man hart sehn. Ich möchte lieber am Tageder Schlacht von meinen Soldaten geliebt als ge-fürchtet seyn.

Ebd. S. 84.

Ich ziehe also den Schluß, daß ein grausamerFürst sich viel eher dem Verrathe aussetzt, als eingut-müthigcr, da die Grausamkeit unerträglich ist und mander Furcht bald überdrüßig wird, und weil bei alle demdie Gutmüthigkeit immer liebenswürdig bleibtund mandes Liebens nicht müde wird.

Ebd. S. 8l>.

Es wäre also für das Wohl der Menschen zu wün-schen, daß die Fürsten gut waren, ohne zu nachsichtigzu seyn, damit ihre Güte immer Tugend bliebe undnie zur Schwäche würde.

Ebd. S. 8«.

Wenn auch die Maske der Verstellung die natür-