Wüste, sondern in dem Rcichthum und der Mengeder Einwohner. DnsInteresse eines Fürsten muß alsoscyn, sein Land zu bevölkern, für seine Blüthc zu sor-gen, und nicht es zu veröden und zu Grunde zu richten.
Ebd. S. 22.
Wir sind thöricht genug, Alles erobern zu wollen,gleichsam als hatten wir Zeit, Alles zu besitzen, undnähme unsere Lcbensfrist kein Ende; unsere Zeit ver-geht nur zu schnell, und wenn man nur für sich selbstzu arbeiten glaubt, arbeitet man oft nur für unwür-dige oder undankbare Nachfolger.
Ebd. S. 23.
Man lese das Leben eines Dionysius, Tibcrius,Nero, Louis XI, eines Tyrannen Basilowitz u. a.:man wird sehen, daß diese Ungeheuer, die eben so un-sinnig als wüthend waren, auf die unglücklichste Weisevon der Welt endigten. Der Grausame hat ein mcn-schcnhassendcs und mit schwarzer Galle erfülltes Tem-perament; bekämpft er diese unglückliche Neigung sei-ner Natur nicht von Jugend auf, so muß er unfehl-bar eben so wüthend als unsinnig werden. Gäbe esselbst keine Gerechtigkeit auf Erden, und keine Gott-heit im Himmel, die Menschen müßten nur um destotugendhafter seyn, weil die Tugend sie vereinigt undihnen zu ihrer Erhaltung unbedingt nothwendig ist,