Druckschrift 
Friedrichs des Grossen Gedanken über Staat, Kirche, Fürsten und Volk
Entstehung
Seite
4
Einzelbild herunterladen
 

Man sollte in der Geschichte nur die Namen derguten Fürsten ausbewahren, und die der andern mitihrer empfindungslosen Trägheit, ihrer Ungerechtigkeitund ihren Verbrechen für ewig vergessen lassen. Dabeiwürden zwar die Geschichtsbücher sehr viel an Umfangverlieren, aber die Menschheit würde gewinnen, unddie Ehre, in der Geschichte fortzuleben und seinen Na-men in künftige Jahrhunderte, der Ewigkeit entgegen,Übergehn zu sehen, wäre dann ein ausschließlicher Lohnder Tugend.

Ebcndas. XI.

Ein zufriedenes Volk wird nie an einen Aufstanddenken; ein glückliches Volk fürchtet den Verlust sei-nes Fürsten, der zugleich sein Wohlthäter ist, mehrals der Fürst selbst für die Verringerung seiner Machtbesorgt sein kann.

Ebd. S. 5.

Wer etwas zu rechtfertigen sucht, was gegen dasWohl der Menschheit ist, der verwundet sich mit ei-nem Schwerdte, das ihm zur eigenen Vertheidigunggegeben wurde.

Ebd. S. IS.

Die Macht eines Staates besteht keineswegs indem großen Umfange eines Landes, noch in dem Be-sitz einer Ungeheuern Einode oder einer unermeßlichen