einzelnen Staaten Zweifel erheben, die allerdingseiner nähern Betrachtung würdig sind.
DaS System der Consumtionsabgabon hängt mit den Mauth-Einrichtungen so enge zusammen, daß eine einfache Trennungder Sache auf den ersten Anblick äusserst schwierig erscheint.
In sofern aber nur dem allgemeinen Interesse des deut-schen Handels und der Industrie die sinancicllen Interessennicht aufgeopfert, sondern die Finanzcinrichlunge» nur un-tergeordnet, und nach dem Bedürfniß des allgemeinen Wohlesmodificirt werden wollen, so wird es an einem schicklichenAuswege nicht fehlen. Dieser Ausweg besteht darin, daß sichdie sämmtlichen deutschen Staaten in ihren Abgabensystemen soviel möglich annähern; und diesen Weg zu betrete», wird manum so weniger Anstand nehmen, wenn gezeigt werden kann,daß schon eine große Uebcreinstimmung in den Abgabenspstemenaller großcrn und mittler» Staaten desteht und das Bestehendenur hie und da unbedeutenden Modifikationen unterworfen werden darf. Ohnehin wird man aber zugeben, daß eine Annähe-rung der deutschen Staaten in ihren Abgabensystcmcn kein Un-glück, sondern eher «ine Wohlthat sey.
Die direkten Steuern, welche die hervorbringenden Kräfteund Kapitalien treffen, die Grundsteuern, Häuser - und Gewcrb-steuern, sind in allen Staaten hergebracht und so viele Berglen-chungcn man anstellen mag, im Betrage nicht sehr verschieden,gewiß aber nirgends so abweichend hoch, daß irgendwo zurGleichstellung der inländischen hochbesteuertenProduktion mit dem minderbestcuertcn deutschenNachbarland«, die Einfuhr der aus leztcrem ein-gehenden Produkte einer Abgabe unterworfenwerden müßte.
Die Nvth und Plage der letzten Zeit war im Durchschnittüberall gleich und hat überall gleiche Folge zurückgelassen. Beiden steigenden Lasten des Staatsschatzes erschöpfte man gewöhn«lich, vom leichtern ausgehend, zuerst die direkten SleuerfondSund die Ungleichheit, die zwischen einzelnen Bundesstaaten in