hat einen vermehrten Absah für seine Industrie-Erzeugnissegewönne n.
Seit dem Jahre 18!4 halte der Obcrrhcin angefangen,manche Sccgütcr, deren Bezug Eile hatte, von Antwerpen zuLand über Trier zu beziehen; es schlössen sich allmählig an die-sen Güterzug flandcrische Erzeugnisse und Waarcn an, die nachder Schweiz und Italien bestimmt waren, und schon war vonunternehmenden Männern die Einleitung getroffen, italienischeProductc, deren England bcdars, vorzüglich Seide, in diesenKanal zu leiten, und sich der Rückfracht zu versichern, alsplötzlich neue Systeme den Weg wieder versperrten, den die Be-mühungen des Handels kaum eröffnet hatten, Deutschland vcr-lohr einen bedeutenden Speditionshandcl, der gerade eine größereAusdehnung erhalten sollte und sich nach und nach in einenZwischenhandel zu verwandeln versprach, den Zollkaffen cntgicngdie gchoffte Einnahme, und die Waaren schlugen einen andernWeg ein, setzten größtentheils Kräfte und Capilalien des Aus-lands in Thatigkeit.
So mistlich ist du Lage der einzelnen deutschen Staaten,daß sie auf der einen Seite die Nothwendigkeit fühlen, denfeindseligen Maasregeln aller auswärtigen Staaten ahnlicheMaasregcln entgegen zu setzen, aber keinen Schritt thun kön-nen, der auf der andern Seite nicht dem eigenen Lande wiedem deutschen Nachbar die schmerzhaftesten Wunden schlagt,und dem feindseligen Nachbar zum neuen Bortheil gereicht.
Wenn das System der Isolirung fortbesteht, so hat dasUcbel seinen höchsten Gipfel noch chicht erreicht. Noch habenmehrere Staaten keine oder nur unbedeutende Vorkehrungen ge-gen die Nachbarstaaten getroffen, die sie mit den Schranken ih-rer Mauthanstalt umgaben. Aber den lauten und dringendenForderungen ihrer Unterthanen, welche sich von allen benachbar-