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Denkschrift für den Beitritt Badens zu dem ... Zollverein
Entstehung
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Der bayerische Ueberrhcin, war gewohnt, seine Bedürfnissean langen und manchen kurzen Waarcn für den Kleinhandelaus den jetzt preußischen Rhcinlanden zu beziehen; dagegen fander für seine Weine einen starken Absatz in den Städten amUnterrhein, welche aus ihren bedeutenden Lagern regelmäßigeVersendungen nach dem Norden Deutschlands machten. DieserVerkehr gewahrte dem Unterrhein den Vortheil eines gewinn-reichen Zwischenhandels. ' Die Schulden der Weinhändler wur-den gewöhnlich durch die Tratten der Waarenhändlcr gedeckt.Der neue preußische Zeil auf die fremden Weine nöthigte denniederrheinischen Wcinhändler zu ungeheuren Vorschüssen, dieder Mainzer, Frankfurter, Mannheimer nicht zu zahlen brauchte.

Er konnte nicht mehr mit diesen Städten beim Verkaufenach dem Norden Eoncurrenz halten, und stellte seine Einkaufeein.

Der Absatz der Uebcrrheiner Weine stockte, die Preise sie?lcn, und dicS Fallen der Preise wirkte nachtheilig auf Badenund Franken zurück. Der Bewohner von Nheinbayern hattekeine Forderungen mehr an die Weinhändler der untcrrhcinischmStädte zu machen, und fand eS von diesem Augenblick an we-niger vorthcilhaft, seine Bedürfnisse an langen Waaren auseinem Lande kommen zu lassen, wo es ihm an Gelegenheitfehlte, seine Schuld auf kurzen Wegen durch den Absatz seinerProducte zu tilgen. Er bezieht nun diese Bedürfnisse aus Städ-ten, die sich größtenlheilS mit französischen, englischen undschweizer Fabrikaten versehen. Also haben die preußischenRh ein lande den gewinnreichcn Zwischenhandel mit Weinenund einen vortheilhaftcn Absatz mancher ihrer Zndustrieerzcug-nifse, der Norden Deutschlands seinen bequemern Marktzum Bezug deutscher Weine verloren, der Ob errheinmuß sich mit geringem Preisen für ein wichtiges Product sei-ner Arbeit und seines Bodens begnügen und das Ausland