Kein deutscher Staat wird die Grundsatze dcSProhibitivsystems in Anwendung bringen, ohnedie Nachtheilc, die mit jeder Beschrankung ver-bunden sind, in weit stärkcrem Maasc zu fühlen,als es in großen Reichen der Fall ist. Die Provin-zen, welche die Landgrenze bilden, sind cS vorzüglich, die unterdem Drucke eines DouancnsystemS leiden, so in Frankreich dieNorddeparlcmcntS, das Elsaß, von dem jeder Zeit der heftigsteWiderspruch gegen jede Beschränkung ausgeht, und die Depar-tements der ehemaligen Grafschaft Burgund
Die Industrie des Landes erhält dagegen aber doch denWortheil eines gesicherten großen Innern Markts, dessen Aus-dehnung die Eonsumentcn vor den Nachthcilen eines allzudrük-kendcn Monopols bewahre. Daher Hort man dort oft sagen,man könne nicht anders, als das Interesse der Grcnzprovinzendem Wohle des Ganzen zum Opfer bringen. Aber in den klei-nen und Mittlern Staaten ist beinahe alleS, in den großem beiihrer zerstreuten Lage das Meiste Landesgrenzc; wie z. V. dieLandgrenze der Königlich Preußische» Staaten, wenn wirnicht irren heinahe noch einmal so ausgedehnt ist, als die Fran-zösische (Seegrenze ungerechnet). Dabei sind die zusammenhän-genden Märkte jener Staaten und isolirtc Provinzen, einzelnbetrachtet, nie von der Ausdehnung, daß nicht in Ansehungmancher Artikel für die Eonsumentcn eine drückende Abhängig-keit von den Producenlen und Fabrikanten entstünde, oder daßletztere sich nicht häusig gar zu sehr in ihrem Absatz beschränktfühlten.
Nur einige Beispiele des Drucks, den beschränkende Maß-regeln auf die eigenen, so wie auf die deutschen Nachbarländerausüben ohne der fremden Industrie schädlich zu fern.