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Denkschrift für den Beitritt Badens zu dem ... Zollverein
Entstehung
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übersehen, daß die Produktion der Manufakturindustriein dem kleinsten Gebiete der größten Ausdehnung in einzelnenZweigen empfänglich ist, während der Cvnsumtion inder Zahl der Verzehrer, in dem Umfang ihrer Bedürfnisse undihrem Einkommen eine bestimmte Grenze gesteckt ist.

Daher kann die großem Handclsstaatcn nur die Beden-rcnheir eines fremden Marktes von einer, ihrer eigenen Volks-menge gleichen oder sich nähernden Einwohnerzahl zu wirksamenEonccsstonen geneigt machen.

Einen gleich wichtigen Einfluß übt die Große des Mark-tes auf das Gedeihen der einheimischen Industrie aus.

Für jene Zweige, bei welchen von dem Umfang der Pro-duktion und von dem dadurch bedingten Gebrauch mannigfalti-ger künstlicher und kostbarer Hilfsmittel und Einrichtungen dieWohlfeilhcit der Hervorbringung abhängt, und die auf demallgemeinen Weltmärkte mit der Industrie anderer Länder inEoncurrenz treten, ist eine vollkommene Freiheit auf einem be-sondern oder dem einheimischen Markte nur dann von ho-hem, Werthe, wenn dieser Markt einen sehr bedeutenden Um-fang hat.

Das Großhcrzogthum besitzt nur wenige solcher Industrie-Etablissements ; allein in einzelnen Gegenden sind die natürli-chen Bedingungen ihres Aufblühens vorhanden. So wenigStimmen man von dieser Seite für einen minder ausgedehnte»Verein vernahm, so verbreitet gerade unter dieser Klafle früherdie Beforgniß gewesen feyn mag, ein System der Beschränkungauf dem Markte des südlichen Deutschlandcs konnte, statt zueiner Erleichterung, vielmehr zu einem schroffem gegenseitigenAbschließen der deutschen Märkte führen; so einstimmig wirdjene Klasse von Fabrikanten den Beitritt zu den großem Ver-einen gutheißen.