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Denkschrift für den Beitritt Badens zu dem ... Zollverein
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getreten waren. Dazu kam, daß die Hoffnung, die man zurZeit, als die höhern Zolle zu Darmstadt nachgegeben wurden,noch hegen durfte, die ganze Schweiz werde sich nämlich a» dasSystem der Erwiederung beschrankender Maßregeln einschliefen,nicht nur verschwunden war, sondern auch die concordircndenEantone die verabredeten Maßregeln aufgehoben hatten.

Durst, die öffentlichen Verhandlungen in den Kammernder süddeutschen Staaten waren manche beobachtenswcrthe, stati-stische Verhaltnisse, namentlich über die Ein- und Ausfuhr undüber den Ertrag der Zölle, allgemeiner bekannt geworden, undJeder vermochte hiernach leicht zu ermessen, daß bei der An-nahme der Volksmenge, als Theilungsmaßstab, das Zugestandnißhöherer Zollabgaben um so bedenklicher erschien.

Baden, Hessen und Nassau verlangten die ganzliche Be-freiung der landwirthschastlichen Erzeugnisse von den Ausfuhr-zöllen , wahrend in dem bayerisch - würtembergischen Projektemit wenigen Ausnahmen alle hierher gehörigen Artikel be-legt, und zum Theil mit starken Zöllen angesetzt waren. Dießgalt insbesondere von verschiedenen Hauptgegenstanden der Aus-fuhr des Großherzogthums nach fremden Landen, namentlichvom Holze, das mit 5, IE bis 15 Procent und vom Hanfe,der mit 1 fl. 40 kr. belegt werden sollte.

Von Colonialwaaren sollten 5 fl. erhoben werden, wah-re nd man badischcr Scits nur 1 fl. 30 kr. vorgeschlagen hatte.Die Zölle von den sogenannten langen Waaren fanden sich zuW, 40 und 60 fl. angefetzt; wahrend Baden 8 fl. in Antraggebracht hatte.

Daß aber in der That nicht bloß eine Verschiedenheit derMeinungen über die Zweckmäßigkeit des einen oder andern Ta-rifs nach allgemeinen Grundsätzen, sondern eine wirkliche Wer-