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Denkschrift für den Beitritt Badens zu dem ... Zollverein
Entstehung
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in Beziehung auf den Bedarf von Seidenwaaeen ergab sich ausder Bergleichung der Einfuhren ein der Bevölkerung ohngesahrentsprechendes Verhältnis

Leicht begreiflich zeigte sich die Wirkung dieser wirthfchaft-lichen Verhaltnisse und der einem lebhaften Handelsverkehr gün-stiger» Lage des Landes in dem Ertrag der Zölle. Bei einerNach der Bundcsmatrikcl um nahe 40 Proc. starkern Bevölkerungund bei einer zwar sehr maßigen, aber in Vergleichung mit dembadischen Tarif gleichwohl weit höhern Belegung der Hauptein-fuhrartikel, hatte Würtcmberg, nach einem Durchschnitt der Jahre18182V, eine Landzolleinnahme von 47-1,000 st., und Badeneine solche von 529,000 fl. Nach einem Durchschnitt der Pe-riode von 181218, in welcher die badifchen und würtember-gischen Zölle von den Hauptausfuhrartikeln näher zusammen-stimmte», war die Einnahme in Würtembcrg 466,000 fl., inBaden 587,000 fl., also um 25 Proc. starker.

Würde Baden und Würtemberg in der Gemeinschaft ingleichem Verhaltnisse zu den gemeinschaftlichen Einnahmen vondem fremden Handel contribuirt haben, nnd als Maßstab derWertheilung die Bundcsmatrikel angenommen worden seyn; sohätte Baden von einem reinen Einkommen, wozu es 25 Proc.mehr beigetragen hatte als Würtemberg, nahe 40 Procentweniger als letzteres bezogen. In der Gemeinschaft konnte aberdas Verhältnis? des Beitrags zu den gemeinschaftlichen Einnah-men und der Theilnahme an dem Ertrag voraussichtlich nichtgünstiger werden, da die höher belegten Einfuhr-Artikel fast durch-gangig Gegenstände des Bezugs ans fremden Landern sind, undauch die höher belegten Ausfuhrartikel großentheils, namentlichdas Holz, ihren Markt nicht in den Vereinsstaaten finden konn-ten. Dazu kam zu erwägen, daß Baden auf eine weite Streckedie Grenze des Vcreinsgebietcs und zwar gerade nach der Seitehin bildete, wo schiffbare Flüsse den Verkehr, selbst mit minderkostbaren Erzeugnissen, auf weite Distanzen gestatten.