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Denkschrift für den Beitritt Badens zu dem ... Zollverein
Entstehung
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als reiner Gewinn, die gegenseitige Freiheit des Verkehrs, einResultat, über dessen Werth die Meinungen der Regierungenwie des Publikums ungetheilt waren. Mußte die Produktionder Vereinsländer sich dabei mit einem ganz maßigen Schutzebegnügen; so opferte man wenigstens keine bereits erlangte Vor-thcile, man entbehrte nur einen Gewinn, den nur ein größererVerein gewahren konnte, und über dessen Natur zudem dieMeinungen von jeher sehr getheilk waren.

Die Lander, welche den Verein bilden sollten, umfaßteneinen Markt von 8 Millionen Einwohner, ohngefähr ein Dnk?tel des Gebietes, dessen Vereinigung unter einem gemeinschaft-lichen System zu bewirken, man ursprünglich gewünscht hatte

Welche Ansicht man über den Werth des Merkantilsystemshaben mag; so ist doch kein Zweifel, daß bei der Anwendungder Grundsatze desselben Umfang und Lage des Marktes berück-sichtiget werden müssen, sonst würden kleinere Staaten, selbstdie Kleinsten, nicht abgehalten seyn, die Mauthverfassungcngrößerer Reiche zu copircn..

Der geringere Umfang jenes Marktes, seine Lage undseine Produktionsverhältnisse waren der Annahme eines Mauth-systems, wie diejenigen sind, die man in den größern Staatenaufgestellt findet, und die auch der ursprünglich beabsichtigtengrößern Vereinigung zusagen konnten, jedenfalls weit mindergünstig. Nun ist cS aber einleuchtend, daß je mehr man durchdie Höhe der Zollsatze sich der Strenge jener Systeme nähert,eine Ausgleichung der verschiedenen Interessen der einzelnenTheile eines Marktgebietes schwieriger fallt, daß die Verschie-denheit der Lage, der Produktion und des gewohnten Handels-verkehrs die Nachtheile hoher Zolltarife und der damit ver-bundenen Einrichtungen vorzugsweise auf einzelne Theile desMarktes zurückfallen läßt, und daß, je geringer der Umfang.