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unsterblichen Seele, die Kindschaft, Gnade und ewigeGemeinschaft Gottes so nicht angelegen sein, daß sie inder rechten Ordnung darnach trachteten; sie setzen dieFurcht und Liebe Gottes beiseite und lassen sich nichtdavon regieren, folgen dem väterlichen Rath nicht, denGott ihnen in seinem Wort giebt, sondern dem Rathihres Fleisches und dem Beispiel der Welt, suchen ihreGerechtigkeit nicht als arme Sünder in Christo, sondernin ihren Werken, und bauen ihr Vertrauen zu Gottnicht auf den Gehorsam Jesu Christi, sondern auf ihreigenes Betragen.
Ach was soll es denn mit euch für ein betrübtesSterben werden! Wie schlecht wird eure verwahrlosteund verderbte Seele fahren: nicht zu Gott, um seineselige Gemeinschaft zu genießen, sondern in die Hölle,zu dem Teufel und seinen Engeln, da wird sein Heu-len und Zähnklappcn. Vielleicht denken Manche untereuch, das will ich nicht hoffen, ich gedenke auch so nichtzu sterben, sondern anders zu werden. Das hoffe ichauch nicht, daß ihr so sterben möget, darum warne icheuch; das wünsche ich, daß ihr anders werden möget,darum halte ich euch eure Gefahr und euer Verderbenvor. Aber wenn ihr selbst einsehet, daß ihr anders wer-den müßt, warum eilt ihr denn nicht, Gnade dazu zusuchen. Das hängt doch von euch nicht ab, wie undwann ihr sterbt; darum suchet den Herrn, weil er nochzu finden ist, fraget nach ihm, weil er nahe ist. Fan-get heute an, für eure Seele zu sorgen und auf ein se-liges Ende euch zu bereiten.
Gläubige müssen 1) vertrauen, daß Jesus sie mitseiner Seele als seine Erkaufte den Vatcrhändcn Got-tes übergeben hat und sich versichert halten, daß Nie-mand sie aus ihres Vaters Hand nehmen werde. 2)Gott unter allen Umständen als ihren Vater in Christoansehen und ihre Zuversicht nicht auf ihre Treue, son-dern auf Jesu Gehorsam gründen. 3) Weil man aberdes Glaubens aus seinen Früchten gewiß wird, so müs-sen sie sich desselben befleißigen und dazu viel Gnade su-