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Die Leiden Jesu während seiner Kreuzigung, in sieben Predigten vorgetragen, mit bes. Rücksicht auf die sieben Worte des Erlösers am Kreuz
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Stimme, mit einem starken Ton hat es also Jesus auS,gesprochen.

So viel er gelitten und ausgestanden hatte, so fin«den wir doch bei ihm nicht die leise, bebende, kraftloseStimme eines Sterbenden, den große und langwierigeSchmerzen und Verblutung abgemattet und entkräftethaben, der aus beklommener Brust den letzten unver-nehmlichen Seufzer ausathmet, der sich gegen den Todsträubt und doch der Gewalt desselben unterliegen muß;sondern hier ruft der sterbende Jesus mit lauter undstarker Stimme.

Nicht ohne Ursache melden uns drei Evangelistendiesen Umstand. Denn

1) Er dient zum Beweis, daß der Erlöser nichtaus Mangel an Kräften, um länger zu leben, wie einbloßer Mensch, der den Odem nicht in seiner Gewalthat, gestorben sei. Sein lauter Ruf sagt es uns, daßer freiwillig gestorben sei, da er länger hätte leben kön-nen, wenn er gewollt hätte, daß sein Tod, wie er essein mußte, eine freiwillige Aufopferung war; er versie-gelt uns die Wahrheit dessen, was er uns vorhin be-zeugt hatte: Niemand nimmt mein Leben von mir, son-dern ich lasse es von mir selber. Ich habe Macht, eszu lassen, und habe Macht, es wieder zu nehmen. Dar,um machte dieser laute Ruf Jesu auch einen starkenEindruck auf den Hauptmann, der die Wache am Kreuzehatte, und trug mit dazu bei, ihn zu überzeugen, daßJesus mehr als ein gemeiner Mensch, daß er ein from-mer Mann und Gottes Sohn gewesen sei, wie unsMarkus berichtet, wenn er sagt: Der Hauptmann aber,der dabei stand gegen ihm über, und sähe, daß er mitsolchem Geschrei verschied, sprach er: Wahrlich, dieserMensch ist Gottes Sohn gewesen.

2) Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist,rief Jesus mit lauter Stimme. Kurz vorher, am Endeder dreistündigen Finsterniß, hatte Jesus auch mit lau-ter Stimme gerufen: Mein Gott, mein Gott, warumhast du mich verlassen; worüber ihn seine Feinde ver-