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um die Frucht seiner bangen Verlassung- und Versöh-nungs-Leiven. Bleibt nicht bei euren finstern Zweifelnstehen, als wenn kein Mittler und Helfer da wäre, son-dern kommt auf seine Einladung, die er an alle Muh-selige und Beladene ergehen läßt, zu ihm. Sucht nichtdurch eigene Werke des Gesetzes euch den Weg zu Gottzu bahnen, das ist vergebliche Mühe, sondern lernt Jesumals den Weg zum Vater erkennen, ehren und gebrauchen,und durch ihn zum Vater kommen. Sprecht zu ihm:Gedenke doch, warum du deinen Sohn verlassen hast,und nimm mich um seines bittcrn Leidens willen an.
Gläubige, die ihr die süße Früchte der bittern Ver-lassung Jesu genießet, beweiset euch ihm doch dankbardafür. Was sollte sonst aus euch geworden sein, wennJesus nicht die Strafe eurer Sünden getragen und vonGott verlassen worden wäre. Laßt es euch aber nichtgenug sein, daß ihr durch Buße und Glauben zu Gottgekommen und mit ihm ausgesöhnt seid, sondern suchtdurch die rechte Uebung des Glaubens, durch Gebet undFortgang in der Heiligung in seiner Gemeinschaft tiefereinzudringen und seiner als eures Gottes recht froh zuwerden. Was euch Jesus so sauer erworben hat, dasschätzet doch hoch, und bewahret den Frieden und dieGemeinschaft Gottes als den köstlichsten Schatz. Wa-chet über euer Herz und kehrt gleich zu Gott in Christowieder zurück, wenn ihr von ihm abgewichen seid.Müßt ihr auch zuweilen noch etwas von göttlicher Ver-lassung fühlen, denkt zu eurem Trost, warum Gottt sei-nen Sohn verlassen, damit ihr nicht verlassen würdet;haltet darum eure scheinbare Vcrlassung nur für gött-liche Prüfung, Züchtigung und Läuterung, die sich inTrost, Frieden und Freude endigen werden. Denkt andie Worte des Herrn: Ich habe dich einen kleinen Au-genblick verlassen, aber mit großer Barmherzigkeit willich dich sammeln. Es sollen wohl Berge weichen undHügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir wei-chen und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen«