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d) Er liebte sie, wie der Vater ihn, mit einer un-begreiflichen, unendlichen Liebe, deren Stärke und Größealle unsere Gedanken und Begriffe unendlich weit über-trifft; denn so wie alle seine Vollkommenheiten erhabenund unbegreiflich sind, so ist es auch seine Liebe. Herz-lich lieben wohl zärtliche Eltern wohlgerathene Kinder,ein treuer Ehegatte den andern und ein Herzensfreundden andern; aber alle diese Liebe langet bei weitem nichtan die Liebe Jesu zu den Seinen, und ist so gering da-gegen, wie das Licht einer brennenden Kerze gegen denGlanz der Sonne; darum redet Paulus auch von einerLänge, Breite, Höhe und Tiefe der Liebe Jesu, weil sieunermeßlich ist und alle Erkenntniß übertrifft.
c) Er liebte sie mit einer thätigen Liebe. Er gabihnen seinen heiligen Geist, er warnte, lehrte, stärkte,tröstete sie mit Worten des ewigen Lebens. Er ver-sorgte sie nach Leib und Seele, er gab sich ganz für siehin, daß sie das Leben und volles Genüge haben möch-ten. Alle Wirkungen der Liebe, die Paulus 1. Cor. 13.angiebt, hatte die Liebe Jesu im höchsten Grade erreicht.
(1) Er liebte sie mit einer unveränderlichen Liebe,ob sie ihm schon täglich mit ihren Gebrechen und Fehl-tritten Mühe machten, und Vieles, das er redete, nichtrecht verstanden. Denn nichts kann seine Liebe auslöschen;wem er sie einmal geschenkt, der behält sie immer undewig. In Trübsale, Dunkelheiten, Strauchlungen und imGefühle des Elends meinen Glaubige zwar, er liebesie nicht mehr; aber, wenn auch Berge weichen undHügel hinfallen, so wird doch seine Gnade nicht vonihnen weichen, und der Bund seines Friedens wird nichthinfallen.
Selbst seine eigne Roth konnte seine Liebe zu denScinigen nicht verringern. Wir haben oft in großenLeiden so viel mit uns selbst zu thun, daß wir uns umAndere nicht bekümmern können. Aber da Jesus dieDluaal des Kreuzestodes litt, blieb die Liebe in ihm rege:wie er gelicbet hatte die Seinigen, die in der Welt waren,die in der Welt zurückblieben und seiner erbarmenden.