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zn gießen, ein verloschenes Auge wieder sehend zu machen, wen»nchmlich Seelen dadurch ans der Nacht der Sünde und des Irr«thnins auf den Weg der Wahrheit können geleitet werden. Aberder Rationalismus verbittet sich mit vielen Versicherungen, erwolle den lieben Gott nicht beschwerlich fallen, solche anßerordent-liche Lieöcserweise Gottes, gleich jenem ungläubigen König Ahas,der ans des Propheten Jesaias Aufforderung, ein Zeichen vomHerrn zu fordern, entgegnete: Ich will es nicht fordern, daß ichden Herrn nicht versuche. (Jes. 7, 11—13.) Die Theologie desAhas bedurfte der Wunder und Zeichen nicht; aber gerade damit,daß er die außerordentliche Hülfe des seiner Schwachheit zu Hülfeeilenden Herrn Zebaoth zurückwies, beleidigte er Gott, wie Je-saias bezeugt. Die Geschichte berichtet uns, wie Ahas nach dieserZeit immer tiefer sank, den Göttern zu Damaskus opferte, dieThüren zuschloß am Hause des Herrn (2. Chronik. 38,33. 34.), undden von Gott verordneten Gottesdienst gänzlich aufhob. Wirsehen aus diesem Beispiele des Ahas, wir haben wohl Ursachegegen eine Theologie mißtrauisch zu scyn, die wie in der Pr.-B.die Wunder für überflüssig hält. Wir wollen hier den Wi-derspruch nicht hervorheben, in den Hr. II. dadurch mit sich selbstgeräth, wenn er die Wunder als „Denkmäler der großen Gewaltdes Geistes Jesu auf die ihn umgebende Außenwelt und eben deß-wcgcn auch als Zeugnisse für seine göttliche Sendung" (S. 76.)anstehet, und sie doch zugleich als überflüssig erklärt, weil derGlaube ihrer gar nicht bedürfe: das aber ist gewiß, daß manmit solcher Ansicht über den Werth der Wunder 'leicht dahin ge-bracht werden kann, jedem Wind einer neumodischen Weisheitdie Wunder des Herrn Preis zu geben. Es ist dem H. II. er-gangen wie jenem Schweizersoldatcn, der sich den Edelstein vonunbcrechbarem Werth für ein Paar Groschen abnehmen ließ, weiler keine Ahnung von seinem Werth hatte.
Der andre, und der eigentliche Hauptgrund, warum H. 41.trotz mehrmaligen Versuchs, die Wunder stehen zu lassen, sie dochmeist fallen läßt, ist gleichfalls in jener Stelle angedeutet, wo erdas wunderbare Wandeln des Herrn auf dem Meere zu vcrthci-digcn scheint. Daselbst heißt es nehmlich (S. 165.): „Mancherrechtschaffene Bibellehrcr wird sich schwerlich entschließen könnenzur unbedingten Annahme eines solchen, allen Naturgesetzen wi-dersprechenden Wunders..... Es kann nicht gcläugnct werden.