Druckschrift 
3 (1836)
Entstehung
Seite
257
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Spnodischer Umlauf des Mondes.

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die Sichtbarkeit des dunkeln Theiles des junge» Mon-des, welcher das Complement der Sichel desselben bil-det (Art. 3ö(1.). Denn wenn der Mond für die Erdenahe Neumond ist, so ist letztere für den erstcren, umuns des Ausdruckes zu bedienen, beinahe voll; es wiri,dann seine dunkele Hälfte Durch das starke Erdeu-lichr erleuchtet, und ein Theil desselben, welcher zu-rückgeworfen wird, macht sie uns in der Dämmerungsichtbar. Je mehr der Mond zunimmt, desto wenigerbietet ihm die Erde von ihrer erleuchteten Seite dar,und die fragliche Erscheinung verschwindet allmahlig.

3Z3) Der Mondsmonat wird bestimmt durch dieWiederkehr der Phasen des Mondes. Er wird voneinem Neumond bis zum andern gerechnet, d. h. vondem Moment an, wo der Mond aus seiner Conjunc-tion mit der Sonne tritt, bis dahin, wo er wieder indie'elbe zurückkehrt. Wenn die Sonne still stände, wieein Firstern, so würde der Zeitraum zwischen zwei aufeinander folgenden Conjunetioncn dein stderischen Um-laufe des Mondes (Art. 338.) gleich se»n; da aber dieSonne am Himmel scheinbar in einerlei Richtung mitdem Monde, nur langsamer als dieser fortschreitet, sohat letzterer mehr als einen vollständigen siderischen Um-lauf zu machen, um die Sonne wieder einzuholen, undbraucht mithin dazu eine längere Zeit, was eben denMondsmonat giebt, oder wie man sich in der Astrono-mie auszudrücken pflegt, den spnodi sehen Umlaufdes Mondes. Die Differenz zwischen ihm und deinsiderischen Umlaufe ist leicht zu berechnen, wenn manerwägt, daß der überschüssige Bogen (wie groß er auchse»n möge) von der Sonne beschrieben wird mit ihrertäglichen Geschwindigkeit von E",98563 in der n e m-lichen Zeit, in welcher der Mond diesen Bogen undaußerdem einen vollständigen siderischen Umlauf mitseiner taglichen Geschwindigkeit von 13",1764l> beschreibt;und da also diese beiden Zeiten identisch sind, so ver-halten sich die beschriebenen Räume zu einander, wiedie Geschwindigkeiten.'-) Aus diesen Angaben kann

*) V und v mögen die mittelbaren Winkelgeschwindigkeitendes Mondes und der Sonne, -- den überschüssigen Bogen