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Astronomie.
Cap. II.
im letzten Artikel, der Horizontal - oder Zenithpunktunmittelbar bestimmt wird.^')
?) Eine andere »nd in manchen Hinsichten vorzüglichere Formdes schwimmende» Kollimators, bei welcher das Fernrohreine vertikale Richtung hat, und wodurch der Zenit h°Punkt direkt ausgcmirtelt wird, findet man von demselbenErfinder in den ?fii!osogl>ic»l Hmnsaolions 1828. st. 257.beschrieben. — Anm. d. Verfassers. Zusatz. Die inder Erklärung des Kollimators erwähnte und der Idee die-ses Instrumentes hauptsächlich zum Grunde liegende Eigen-schaft der Fernröhre, die darin besteht, daß man das aufirgend eine Art erleuchtete Fadennetz eines Fernrohrs durchein ihm gegenüber gestelltes zweites Fernrohr, wie einenHimmelskörper, deutlich beobachten kann, ist noch auf eineandere Art benutzt worden, um den Horizontalpunkt derKreise zu bestimmen. Da gerade diese Methode der Be-stimmung des Horizontalpunktes, deren erste Veröffentli-chung wir dem verstorbenen Prof. Bohncnbcrgcr in Tü-bingen verdanken (Schu hmacher's astronomische Nachrich-ten, Band lV. S. 827 ff.), unstreitig unter allen die ge-nauesten und schärfsten Resultate gicbt, so ist es hier nichtam unrechten Orte, auch sie, ihren Hauptgrundzügen nach,kurz zu beschreiben. Man denke sich zwischen dem Fadcn-netze und dem Augcndcckel des Kreisfernrohrcs, oder, wennzwischen dem Fadcnnctze und dem Auge zwei Oculare be-findlich sind, zwischen diesen beiden selbst, in der Ocular-röhre eine Seitenöffnung angebracht, und innerhalb derOcularröhre an dieser Stelle einen kleine» in der Mittedurchbohrten Spiegel, der unter einem Winkel von 45^ ge-gen die i'benc des Fadennctzes geneigt ist, so wird eine vordie Seitenöffnung gestellte Lampe ihr Licht vermittelst desschräg stehenden Spiegels auf das Fadcnnetz werfen, unddieses dadurch erleuchtet werden. Der Spiegel ist deshalbin der Mitte durchbohrt, damit er das Gesichtsfeld desFernrohrs nicht gänzlich verdecke, und die mit demselbendirekt anzustellenden Beobachtungen nicht hindere. (DerHulfsmitkel, um das Fadennetz von der Seite her zu be-leuchten, und doch durch sie das Gesichtsfeld nicht, wenig-stens nicht gänzlich, zu verdecken, giebl es noch mehrereandere; bei allen aber muß die Bedingung stattfinde», daßsie zwischen dein Fadennctzc und dem Orte des Auges ange-bracht sind.) Nun gebe man dem Krcisfernrohre eine nahezu senkrechte Stellung, das Obiectiv nach unten gerichtet,rind stelle unter dasselbe ein Gefäß mit Quecksilber, so wirdsich in diesem das Fernrohr mit seinem erleuchteten Faden-