gap. II.
Pol«N'pii»?t.
Enlmination, lind bei R, ch Ii in ihrer unternCnlminarion den Meridian erreichen. Bei II unterandern erfolgt die untere Culniination über dein Ho-rizonte HO. Wenn wir ferner sign als den Mauer-kreiö betrachten, dessen Mittelpunkt 8 ist, so werdensi n o g <1 die Punkte an seinem Umfange seyn, welcheden Punkten II ^0 Uli am Himmel entsprechen. Nunsind die Vogen I>n, ba, bei und ocl unmittelbardurch die Beobachtung gegeben; und da dU — UO,so haben wir auch ep — p<H und jeden derselben —eck, folglich wird der Ort des Po l a rpu n k t c s,wie mau ihn zu nennen pflegt, auf dem Limbns desKreises bekannt, und die Vogen pb, pa. pe, wel-che am Kreise die verlangten Polarabstände aus-drucken , werden ebenfalls bekannt.
137) Die Lage des Polarsternes, der sehr glän-zend ist, eignet sich für diesen Zweck ganz besonders,indem er vom Pole nur etwa 1^ Grade entfernt ist;man pflegt deshalb diesen Stern fast ausschließlich fürdiesen wichtigen Zweck zu wählen, und zwar um somehr, weil seine beiden Cnlminationen in großen undnicht sehr verschiedenen Hbhcn stattfinden, mithin dieStrahlenbrechungen, von welchen sie afficirt werden,von geringem Betrag sind und bei beiden nur wenigdifferiren,' so daß die desfallsige Correction leicht undzuverlässig angebracht werden kann. Der Glanz desPolarsternes gestattet auch, ihn bequem am Tage zubeobachten. Wegen dieser Eigcntbümlichkciten pflegendie Astronomen diesen Stern beständig für die Prü-fung und genaue Aufstellung fast aller Arten von In-strumenten zu benutzen. Bei dem MittagSfernrohrcz. B. gicbt er ein leichtes Mittel an die Hand, zuerforschen, ob die Ebene, welche das Fernrohr durchseine Bewegung beschreibt, mit der Mcridiancbcne zu-sammenfällt. Denn da die letztere Ebene den Tage-krcis des Sternes in zwei Hälften thcilt, so wird diebstliche und westliche Hälfte desselben in gleichen Zeit-räumen beschrieben. Notirt man daher die Momenteseiner Cnlminationen über und unter dem Pole, undcrgiebt es sich, daß sie in gleichen Zcitintcrvallcn von