Druckschrift 
1 (1835)
Entstehung
Seite
79
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E>,p. II.

Von der Zeit und ihrer Messung.

7!)

gefangen, die Zeit nach Mittlern Sonnentagen undTheilen eines Tages zu rechnen, welcbe von einem fe-sten, der ganzen Welt gemeinschaftlichen, Augenblickeanfangen, der nicht durch einen lokalen Umstand,wie Mittag oder Mitternacht, bestimmt wird, sonderndurch die Bewegung der Coline in Bezug auf die Sterne.Auf diese Weise berechnete Zeit heißt A e g u i n oe ti a l-zeit, nnd sie ist numerisch, in demselben Augenblickefür jeden Theil der Erdkugel dieselbe. Der Ursprungdieser Rechnungsart wird späterhin, wenn wir in un-serm Werke weiter vorgeschritten sind, vollständiger er-klärt werden.

121) Die Zeit ist ein wesentliches Element beiastronomische» Beobachtungen, und zwar in doppelterHinsicht: — 1) Als ein Darstellungsmittel der Winkel-hewegung. Da die tägliche Bewegung der Erde gleich-förmig ist, so beschreibt jeder Stern seinen Tagekreisgleichförmig; und die Zeit, welche zwischen den succes-siven Durchgängen der Sterne durch den Meridian ei-nes Beobachters verfließt, wird deshalb ein directesMaaß der Differenzen ihrer geraden Aufsteigungen.2) Als das Fundamentalelement (oder als das unabhän-gig veränderliche, um uns der Sprache der Geometerzu bedienen) m allen dynamischen Theorieen. Der großeZweck der Astronomie ist die Bestimmung der Geseheder Bewegungen der Himmelskörper, und der Bezie-hung derselben auf ihre nahen oder entfernten Ursachen.Nun kann die Angabe des Gesetzes einer beobachtetenBewegung eines Himmelskörpers keine andere sevn, alsei» Sah, der darthut, welches die wahre oder schein-bare Lage dieses Himmelskörpers in irgend einerZeit, sey sie vergangen, gegenwärtig, oder zukünftig,gewesen ist, ist und seyn wir!?. Um deshalb dergleichenGesehe mit Beobachtungen vergleichen zu könne», mußman ein Verzeichniß der beobachteten Lagen des frag-lichen Himmelskörpers und der Zeiten besihen, zuw e l ch e n sie beobachtet wurden.

122) Die Zeitmessung wird bewerkstelliget durchPendeluhren , Chronometer, Wasseruhren und Sanduhren.In der neuern Astronomie sind die beiden erster» allein