der Grenzen der Fehler der Beobachtung (0'”,268 und 0'",335),insofern man die Abweichungen verscliiedcner Versuche, de-nen gleiche Sorgfalt und Genauigkeit zugetraut werden mufs,als Fehler betrachten will. Daraus ist zu schliefsen, dafs dieFormel, worauf die Tafel beruht und also auch diese, das Gesetz,welches aus den Versuchen hervorgeht, mit hinreichenderAnnäherung darstellt. Dafs aber die Uebereinstimmungsfeh-Rr der Tafel mit der Wärme zunehmen, haben sie tlieils mitden Abweichungen beider Versuchsreihen gemein, theils istes in der Aenderung des Gesetzes selbst, gegen die höherenTemperaturen hin, begründet.
Man darf übrigens nicht besorgen, im einzelnen Falle einerso grofsen Ungewifsheit ausgesetzt zu seyn, als in den vor-stehend berechneten Fehlergrenzen ausgedrückt ist. Lczteremüssen vielmehr als ein Gröfstes betrachtet werden, auf des-sen Bestimmung die über +25° R hinausgehenden und seltenvorkommenden Temperaturen den gröfsten Einflufs üben.Auch stimmt die Tafel in den niederen Graden mit den Ver-suchen von Dalton, in den höheren mit denen von Ure nä-her überein, und da Gründe vorhanden sind, dort die erste-ren, hier die lezteren für zuverläfsiger zu erklären, so kannman sich dahin beruhigen , dafs die Ungewifsheit des einzel-nen Falles sich auf höchstens eine Einheit des Zchnthcils derPariser Linie beschränkt, wie es auch in der einzelnen Baro-meter-Beobachtung, und auf Temperatur rcducirt, in der ein-zelnen Bestimmung des Thaupunctes der Fall ist. Auch dieseUngewifsheit aber vermindert sich noch sehr beträchtlich inder Bestimmung des Dunstdrucks aus den Angaben des Psy-chrometers, durch die Wirkung, dafs einem zu grofsen oderzu kleinen Minuenden ein zu grofser oder zu kleiner Subtra-hend gegenübertritt, und erweifst sich in der Anwendung un-glaublich geringfügig. Hiernach wird es denn auch einerweiteren Rechtfertigung nicht bedürfen, dafs den Tafeln I, IIund III die Zh'ot’sclie Formel auf drei Constanten beschränkt,zum Grunde gelegt ist.
Vielleicht ist die Entdeckung eines für alle Temperaturengültigen Gesetzes der Vervollkommnung der Versuche in denniederen Graden Vorbehalten. Kämtz erwähnt (Lehrbuchder Meteorologie 8. Halle 1831. 1832. I. im IV-Abschnittvon den Hydromcteoren S. 289) des hiernach beschriebenenvon Prechtl (A. Baumgartner’s und v. Ettingshausens Zeit-schrift für Mathematik und Physick. I, 383) vorgeschlagenen,von August , Schmidt, schon früher mit einigen Modilicationenangewandten Verfahrens. Eine hinreichend weite Barometer-röhre wird heberförmig gebogen, und der eine Schenkel ver-schlossen. Nachdem diese Röhre durch das Sieden des Queck-