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Hülfstafeln und Beiträge zur neueren Hygrometrie
Entstehung
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Hieraus wird der Vorzug einer fortwährenden Feucht er-haltung des umhüllten Thermometers klar werden, indemdadurch ein gleichmäßiger fortdauernder Verdunstungspro-cefs erhalten wird, da der Musselinstreifen immer wieder soviel Wasser aus dem Gefäfse ansaugt, als er durch die Ver-dunstung ahgieht, der jeden Augenblick abzulesende Standdes stets feucht erhaltenen Thermometers also die wahre je-desmalige Verdunstungskälte anzeigt.

15. Nach allem Vorstehenden halte ich folgende einfacheVorschrift für hinreichend:

Die Kugel des zur Messung der Verdunstungskälte bestimm-ten Thermometers bleibe stets umhüllt, und zwar so dichtals möglich, jedoch werde der Musselin zur Umhüllung nichtmehr als zweimal umgeschlagen , damit durch seine Maschendie Luft noch hinlänglich die Thermometerkugel seihst be-rühren könne. Für die Temperaturen über dem Gefrier-punct bleibe die Umhüllung stets mit reinem Wasser beleuch-tet, und für die Temperaturen unter dem Gefrierpunct stetsmit einer Eisrinde überzogen. Man beobachte, wie viel inden verschiedenen Kältegraden die Umhüllung allein denStand des Thermometers erhöht, und setze die bemerkteGröfse mit dem Zeichen dem beobachteten Stande desumhüllten Thermometers zu. Mit dieser Vorsicht und in-dem man das Instrument von allen Seiten möglichst frei,blos vor den Sonnenstrahlen geschiizt, den Luftwellen aus-sezt, kann man die Angaben beider Thex-mometer zu jederbeliebigen Zeit zur Bestimmung des Verhaltens der Dünstebenutzen.