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Hülfstafeln und Beiträge zur neueren Hygrometrie
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gegen die aufserc Kälte in Betracht, indem es den Luftzugabhält. Wie man in Sibirien Tafeln von Eis in die Fenster-Oelfnungen einsetzt, die Eskimos in ausgehöhlten Eiskegeln,und die Reisenden in den .Polargegenden in Hütten vonSchnee sich gegen die gröfste Kälte geschiizt linden, so ge-währt auch die befrorne Umhüllung des Thermometers dem-selben ein Schutzmittel, welches es unempfindlicher gegenalte Zunahme der Kälte macht. Sonach ist die Aufgabe, einMittel in Anwendung zu bringen, welches den Einflufs dieserEigenschaft mefsbar herstellt. Wäre es möglich, um dieTherinometerkugel eine so dünne Eisrinde zu erhalten, dafssie in dem bei der Beobachtung wahrzunchmenden Augen-blick der Verdunstung auf einmal verschwände, so würdeman bei dieser Beobachtung jenen Einflufs als null setzenkönnen. Allein einestlieils wird durch Eintauchen der vonihrer Umhüllung befreiten Kugel, wie August S. 23 seinerSchrift über die Fortschritte der ITygrometrie vorschreibt,in das mit Wasser angefüllte Gcfäfs, es selten oder nie ge-lingen, die Kugel mit einer dünnen Eisrinde Xu umziehen,weil unter derselben nach Zurückziehung des Gefäfses, dasWasser sich schnell in einen einzigen grofsen Tropfen zusam-menzieht, der dann gefriert, noch ehe das befeuchtete Ther-mometer nur bis auf die Temperatur des freien herabgesun-ken ist, und anderntheils wird die glücklich erzeugte Eisrin-de nicht auf einmal verdunsten. Ueberhaupt werden die Er-scheinungen, welche August als notliwendige Folge seinesVerfahrens darstellt, durch meine Erfahrungen nicht bestä-tigt. Nach ihm bemerkt man nach der Befeuchtung jedes-mal ein rasches Sinken bis mehre Grade unter 0, darauf einplözliclies Steigen bis 0,2 oder 0,0, auf welchem Punct danndas Thermometer fast 5 Minuten verharrt, bevor es wiederzu "sinken anfängt. Während dieser Zeit soll die Vereisungdes Wassers an der Oberfläche des eingetauchten Thermome-ters geschehen, und wenn nun dem beeiseten PsychrometerZeit gelassen werde, seinen niedrigsten Stand zu erhalten,was etwa nach tO bis 15 Minuten geschehen sey, so behaltees diesen ebenso constant, wie das befeuchtete Thermometerbei höheren Temperaturen. Die Differenz sey aber jeder Zeitnur geringe, theils, weil im Winter die Luft gröfstentheilsdem Sättigungs-Puncte sehr nahe sey (doch wohl nicht anheitern Tagen, und bei dem in unsern Gegenden immer sehrtrocknen Nordostwinde?), theils weil überhaupt in diesenniederen Temperaturen geringere Differenzen der Expansiv-kraft auf gröfsere Abstände des Tliaupunctes von der Luft-wärme schliefsen lassen.

Ich habe Augusts Vorschrift geraume Zeit befolgt, und