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10,1 (1841) W - Wae
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Wirkungen. Dampfbildung.

zersprang einer der drei Kessel einer Maschine, nachdem er we-gen zu geringer zugeführter Wassermenge rothglühend gewordenwar. In einem von Perkins mitgetheilten Falle bekam derKessel einen Rifs, aus welchem Dampf strömte; er wurde hier-durch etliche Fufs von seiner Unterlage in die Höhe gehobenund zersprang dann in der Luft.

Es scheint, als könne man solchen Unglücksfällen leichtdurch Anwendung der seit den ältesten Zeiten bekannten Ven-tile begegnen, die aus einer auf einer runden Oeffnung auflie-genden Scheibe bestehen, welche dann nach Befinden mitschwereren oder leichteren Gewichten belastet werden. Dieangegebenen Beispiele zeigen jedoch, dafs unter Umständen solcheOeffnungen keine zur Sicherung hinlängliche Menge Dampfdurchlassen, und wollte man die Oeffnungen zu sehr vergrö—fsern, so würde dieses das genaue Schliefsen erschweren undallzugrofse Gewichte erfordern t . Aufserdem aber tritt hierbeidas durch Clement 1 2 entdeckte Phänomen hindernd ein, wo-nach die bedeckende Platte zwar gehoben, durch die atmosphä-rische Luft aber so sehr wieder niedergedrückt wird , dafs derelastische Dampf in zu geringer Menge entweicht und dieWandungen des Kessels seiner Gewalt nicht zu widerstehnvermögen. Nach den gesetzlichen Bestimmungen in Frankreichmufs ein gufseiserner Dampfkessel bei der Probe, ehe er ge-stempelt wird, einen fünffachen, ein kupferner und von Schmie-deeisen verfertigter aber einen dreimal stärkeren Druck aushal—ten, als welchem er beim Gebrauch zu widerstehn hat, unddennoch gewährt dieses keine vollkommene Sicherheit. Ver—suche von Tremery haben nämlich gezeigt, dafs die Cohäsiondes Schmiedeeisens in mittlerer Temperatur sechsmal stärker ist,als bei der Rothglühhitze, und wenn daher ein Theil des Kes-sels unglücklicherweise bis zu dieser gelangt, so kann er derbestandenen Probe ungeachtet zerplatzen. Allerdings könnteman die Probe auch mit Dampf anstellen, statt mit einer Was-serpumpe; erstere würde aber unermefslich ausgedehnte Vorrich-tungen erfordern und die Probirenden einer sehr nahen Gefahr

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1 Poggendorff in Ann. a. a. O. S. 303 bemerkt, dafs die Oeff-nungen nicht selten zu klein, die überragenden Ränder der bedecken-den Scheibe aber zu grofs sind.

2 Yergl. Art. Pneumatik. Bd. VII. S, 679.