w.
W a a g e 1 .
Bibra, Statera, Trutina, Bilanx; Balance;Balance.
Ueber einen so vielfach in Anwendung kommenden Appa-rat ist ausnehmend viel geschrieben, so dafs es ermüden miifste,alles dieses zusammenzustellen. Ohne dieses zu beabsichtigenwird es genügen, das Wesentliche der Sache mitzutheilen, aufdas minder Wichtige aber nur kurz liinzudeuten, um dadurchanzuzeigen, dafs ohne eigentliche Mangelhaftigkeit nur nachmöglichster Kürze gestrebt ist. Dieser Zweck wird sich ambesten durch eine systematische Zusammenstellung erreichenlassen.
Waage nennt man jedes Instrument, womit man das Ge-wicht eines Körpers mifst, d. h. die Stärke seiner Gravitationgegen die Erde, oder auch den Widerstand, welchen er gegeneine ihn bewegende Kraft ausübt, als die Drehwaage , wienicht minder den Druck der Luft, weswegen das BarometerLuftwaage genannt wird; auch bezeichnet man mit diesemNamen wegen der Anwendung des gleicharmigen Hebels dieVorrichtung, vermittelst deren die Pferde angespannt werden,so wie endlich auch Instrumente, womit man eine horizontaleLinie oder Ebene herstellt, als Wasserwaage, Setzwaage u. s. w.Diese letzteren Apparate gehören indefs nicht hierher, sondernwir beschränken uns blofs auf diejenigen, vermittelst deren das
1 Es ist in unseren Werke die minder gewöhnliche SchreibartWaage statt Wage gewählt, wofür sich anführen läfst, dafs dadurchein Unterschied zwischen Waagen, womit man wiegt, und Wagen,worauf man fährt, so wie zwischen dem Zeitworte wagen gegebenwird, wie dieses auch bei Waaren und waren statt findet.
X. Ed. A