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10,1 (1841) W - Wae
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Wärme.

ten und durch übertriebene Heizung die Leistungen der Ma-schine über ihre Grenzen zu treiben suchten. In einigen Fäl-len ereigneten sich jedoch solche Unglücksfälle, bei denen sichkeine Nachlässigkeit auffinden liefs, vielmehr das Zerspringendurch unbegreifliche Ursachen herbeigeführt schien. Die Er-mittelung dieser mehr verborgenen Gründe des Zerspringensder Dampfkessel veranlafste Arago 1 zu einer umfassendenPrüfung aller hierbei mitwirkenden Bedingungen in einer gedie-genen und allgemein beachteten Abhandlung, deren wesentlich-sten Inhalt wir mittheilen wollen.

563) Aiiago zählt zuerst die bedeutendsten Erfahrungenüber das Zerspringen der Dampfkessel auf, wobei die Ventilenicht verschlossen waren. Dahin gehört das furchtbare Ereig—nifs zu Lochrin bei Edinburg am 21 sten März 1814, wobeider obere Theil des Kessels, 140 Centner an Gewicht, durchdas zweite Stockwerk und dann 70 Fufs weit zur Seite geschleu-dert worden war. Uebergehn wir die Fälle, in denen die Ven-tile festgemacht oder übermäfsig belastet waren und das Zer-springen daher nothwendig ward, so erscheinen andere dagegenum so paradoxer, je weniger eine so nahe liegende Ursachebei ihnen vorhanden war. ■ Dahin gehört das Zerspringen desDampflressels in der Seidenspinnerei zu Essonne am 3ten Febr.1823 und wenige Tage nachher in einer Fabrik zu Paris,nachdem kurz zuvor die Maschinen merklich langsamer gingen,als gewöhnlich, und indem die Ventile sich bei der Explosionwirklich öffneten. Auch die Maschine des Dampfbootes Aetnain America liefs in ihrer Wirkung vor dem Zerspringen nach,die des Dampfbootes Rapide zu Rochefort zeigte am Manome-ter eine geringere Spannung des Dampfes, und bei der desDampfbootes Graham waren kurz vorher 20 Pfund Gewicht vomVentile weggenommen worden. Zu Lyon zersprang ein Kesselunmittelbar nachher ,■ als man durch Oeffnen eines Hahns eineQuantität Dampf herausgelassen hatte. Auf gleiche Weise hatman nicht zu bezweifelnde Erfahrungen, dafs Ventile sich ho-ben , was in Folge gröfserer Spannung des Dampfes erfolgenmufste, nachdem man eine Quantität Dampf durch Oeffneneines Hahns hatte entweichen lassen. Zu Pittsburg in America

1 Annuaire pour 1830. p. 137. Daraus in Wiener Zeitschrift.Bd. VII. S. 477. PoggendoriPs Ann. XVIII. 287.