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10,1 (1841) W - Wae
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W irkungen, Dampfbildung.

Dampfmaschinen in den Bergwerken und den Fabriken, insbeson-dere nach ihrer Anwendung zur Bewegung der Schiffe und derLocomotiven auf den Eisenbahnen hörte man wiederholt diebetrübenden Nachrichten vom Zerspringen der Kessel und vonden schrecklichen Verheerungen, die durch diese Aeufserungeneiner ungezügelten Kraft hervorgebracht wurden. Dieses bewognicht blofs die Physiker, auf die zweckmäfsigsten Mittel zurVerhütung solcher Unglücksfälle ihre Aufmerksamkeit zu rich-ten, sondern auch die Regierungen fanden sich veranlafst, zurSicherung des Publicums die Anwendung dieser so leicht ge-fährlichen Maschinen einer öffentlichen Controle zu unterwer-fen. Insbesondere ist dieses im Jahre 1830 in Frankreich durchdiejenigen Ordonnanzen geschehen, welche die erforderliche Prü-fung der Maschinen und insbesondere der Dampfkessel be-stimmen 1 . Die hierzu erforderlichen Gröfsenbestimmunscnwurden hauptsächlich aus zwei Untersuchungen entnommen,nämlich aus der bereits erwähnten der Pariser Akademie, überdie mit den Temperaturen wachsende Elasticität des Wasser-dampfes (§. 534 ff.), und aus einer zweiten ausführlichen vonArago über die Ursachen des Zerspringens der Dampfkessel.Da die meisten in Anwendung gebrachten Dampfmaschinen nursolche von einfachem atmosphärischem Drucke sind, wobei aller-dings in Folge der mechanischen Construction die Flitze desWassers einige Grade über den Siedepunct gesteigert, mithinauch die Elasticität des Dampfes etwas über den mittleren at—mospärischen Luftdruck erhöhet wird, so kann, die zum Wider-stande hiergegen erforderliche Stärke, namentlich des Kessels,nicht sehr bedeutend seyn, wenn man berücksichtigt, dafs derinneren Elasticität des Dampfes die äufsere der atmosphärischenLuft entgegenwirkt, mithin unter Voraussetzung völliger Gleich-heit beider nur eine verschwindende Dicke der Wandungenerfordert würde. Wirklich ergab auch die Erfahrung durcheine genaue Prüfung der die Unglücksfälle dieser Art beglei-tenden Umstände, dafs bei weitem in den meisten Fällen dasZerspringen der Kessel durch eine ganz unglaubliche Nachläs-sigkeit, mitunter durch eine ganz eigentlich frevelhafte Unbe-sonnenheit der Arbeiter herbeigeführt worden war, indem sie dieVerstopfung der Ventile nicht beachteten oder absichtlich herstell-

1 Sie finden sich in Annales des Mines 1830. T. VIII. p. 109.