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• Krämorwaage.
richtungen angebracht, uni im Zustande der Ruhe die Waagezu trauen. Hierdurch wird zugleich ein anderer Zweck er—
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reicht, es werden nämlich die zu grofsen und dann zu langedauernden Schwingungen vermieden und somit die Zeitdauerder Wägungen bedeutend abgekürzt; denn je empfindlicher die"Waage ist, um so schwieriger findet man das richtige Gewicht,mit welchem sie sich auf 0 der Thcilung einstellt. Bei eini-gen Waagen ist daher der Mechanismus so eingerichtet, dafsvor dem Einstellen zur gröfsten Reinheit das Gewicht annäherndbestimmt wird und dann zuletzt erst die schärfste Bestimmungcintritt. Die für diese Zwecke in Anwendung gebrachten Vor-richtungen sind zuerst die jetzt weniger gebräuchlichen Gabelnunter dem Waagebalken, auf welche derselbe herabsinkt undunbeweglich ruhet, während die Unterlagen der Messerselmeideherabgelassen sind, oder zwei Einschnitte von einem klei-neren Winkel, als der der Messerschneide, in welche dieletztere mit ihren äufsersten Enden sich einlegt, ohne dafsdie Schärfe der Messerschneide selbst eine Unterlage berührt.Eine zweite sehr gewöhnliche Vorrichtung besteht darin, dafsdie Messerschneide auf einer weicheren Unterlage von Messingruhet, und wenn damit das Gleichgewicht annähernd berge—stellt ist, eine härtere von Stald in die Höhe gerückt wird,um zu einer schärferen Bestimmung zu gelangen, womit beimanchen Waagen noch eine dritte, vorzüglich gut polirte undsehr harte Unterlage von Achat verbunden ist, die zuletzt unterdie Messerschneide gehoben die schärfsten Bestimmungen ge-stattet. Die verschiedenen Mechanismen, wodurch diese He-bungen der Unterlage bewerkstelligt werden, ausführlich zubeschreiben scheint mir überflüssig, da jeder Künstler die denjedesmaligen Waagen angemessensten zu wählen pflegt 1 , undicli bemerke nur noch, dafs eben diese dazu dienen können,um die Schwankungen des Waagebalkens aufzuheben, diesenzu arretiren und dann wieder frei spielen zu lassen. Für die-sen Zweck pflegt man auch auf dem Fufsbrete der WaagenHeine Tischchen anzubringen, auf denen die Waagschalenruhen und die man niederdrückt, damit die Oscillationen begin-nen können, wobei man sogleich wahrnimmt, ob die zuerst
1 Eine feine Vorrichtung beschreibt Paokv in Aun. de Chim.T. XXXVI. p. 50.