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Waage.
niedersinkende Waagschale noch ein merkliches Ucbcrgewichthat, was dann durch Wegnehmen angemessener Gewichte oderZulegen derselben in die andere Waagschale compensirt wer-den kann.
Die nämlichen Gründe, welche die Reibung der Axe zuvermeiden gebieten, machen dieses auch bei der Aulhängungder Waagschalen nothwendig, und man wendet zur Erreichungdieses Zweckes ähnliche Mittel an. Gewöhnlich hängt derverhältnifsmäfsig weite Ring, woran die Waagschaale befestigtund welcher inwendig zugeschärft wird, über einer Messer-schneide von 30 bis 60 Grad Zuschärfung, die am Ende desWaagebalkens auf dessen Längenaxe rechtwinklig, also mit derTragaxe parallel laufend, angebracht ist. Bei einigen Waagenbefindet sich an den Enden des Waagebalkens eine mit derLängenaxe des letzteren parallele, nach oben gekehrte Messer-schneide, auf welcher nach Schaffristski ein stählerner Halb—cylinder so ruhet, dafs beide sich nur in einem Puncte berüh-ren, Cavehdish aber zieht eine Achatplatte dem Stahlcylindervor. Dafs die eine dieser Messerschneiden durch eine Mikro—meterschraube etwas verrückt werden könne, um die Länge derHebelarme dadurch zu reguliren, ist bereits oben bemerkt worden.
Ein auf jeden Fall beachtenswerth.es Mittel zur Verminde-rung der Reibung überhaupt und insbesondere bei zunehmendenLasten hat Heuapatii 1 in Vorschlag gebracht. Sein Waage—Fig. ballten, welcher nach der Zeichnung aus einem blofsen Stabe^■besteht, hat die Schneide der ihn tragenden Axe nach obengerichtet und hängt an einem Hufeisenmagnete von hinlängli-cher Tragkraft, dessen Schenkelenden abgerundet sind, umvon der Schneide nur in einer feinen Linie berührt zu werden;zugleich aber wird gerathen, zwei Ringe so anzubringen, dafsder Waagebalken durch sie gehalten würde, wenn er durch zugrofse Belastung herabfiele. Zur Unterstützung der Waagscha-len dienen feine aufstehende Stahlspitzen, und man gewahrt anden Enden zugleich die Mikrometerschrauben, welche die Längeund den Schwerpunot des Waagebalkens zu corrigiren dienen.Da sich alles Uebrige leicht von selbst versteht, so bemerkeich nur, dafs die Reibung hierdurch nicht mehr aufgehobenwird, als durch die Mittel, die man für diesen Zweck bei den
1 New Annals of Pliilos. T. H. p. 291.