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Waage.
den erwünschten Erfolg nicht hatte. Möglich bleibt es alsoimmer, dafs ciio feinen, wenn auch in einen Winkel zwischen30 bis 60 Grad zugeschärften, Spitzen sich theils abnutzen,theils etwas in die Unterlage, ungeachtet deren Härte, eindriiekenoder einschleifen und dadurch den beabsichtigten Zweck ver-fehlen. Dieses ist um so Avahrscheinlicher, da Tkalles 1 A’er-sichert, dafs in einem kleinen Winkel zugeschärfte Messer-schneiden, Avenn sie auf Cylindern A’on Achat ruheten, sich nacheinigem Gebrauche unter dem Mikroskope ausgcbröckelt zeig-ten, AvesAvegen dieser genaue Physiker auch ebene Achatplattenzur Unterlage verlangt, damit die Messerschneiden in mehrerenPuncten aufliegen.
Die Reibung mufs nicht hlofs durch die angegebene Ein-richtung der Axe des Waagebalkens, sondern auch durch dieder Unterlage vermindert Averden. Ehemals ruhete die zurMesserschneide geschärfte Tragaxe des Waagebalkens in denLöchern oder Pfannen der sogenannten Scheere ( trutina ; chasse;
* cheeks ), die verhältnifsmäfsig sehr weit und zuweilen auchunten bei 0 mit eingelegten schmalen, ebenen und glashartenStahlplatten versehen waren, die Scheere selbst aber Avurde anihrem obern Ende vermittelst eines Ringes an einem Hakenaufgehangen und trug somit die ganze Waase samrnt derLast. In der neueren Zeit haben die Künstler vorgezogen, dieFig.Messerschneide auf ZAVei Unterlasen ah ruhen zu lassen, die'auf zAvei Säulen befestigt sind oder die obern Enden einer aufeiner einzelnen Säule befestigten oder auch beweglichen Gabelbilden, statt der Zunge aber am Ende des einen Armes eineSpitze anzubringen, die an einer seitwärts befestigten Scale denZustand des GleichgeAvichts und die Abweichungen A'on dem-selben (den Ausschlag) angiebt. Die Unterlagen sind Avenigconcav oder bei ganz feinen Waagen eben, zuweilen halbcy—linderförmig oder gar zur Messerschneide zugeschärft, so dafsdie Berührung beider Schneiden, dieser und der der Axe, nur ineinem Puncte statt findet, und bestehen entweder aus glashar-tem, fein polirtem Stahl, oder besser aus Achat; Aveil sich aberdie härteste Messerschneide durch langen Gebrauch abnutzenwürde, wenn sie fortAVährend auf der fein polirten Unterlagemit ihrer ganzen Last ruhete, so hat man A T erschiedene Vor—
1 G. XXIX. 448.