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W a a g e.
tigkeiten zu corrigiren, r>E Bonn.v’s Priacip der doppeltenJf'ägung anzuwenden. Allein wenn gleicli diese letztere Me-thode sehr sinnreich und in einzelnen Fällen mit Vortheil an—zuwenden ist, so ist sie doch im Allgemeinen zu zeitraubend,und dafs hölzerne Waagebalken den jetzigen Forderungen imGanzen nicht genügen, geht aus den bekannten Gesetzen überdie Bedingungen guter Waagen sattsam hervor. Die sogenann-ten Goldwaagen , welche zum Wägen der Goldstücke dienen,und die Probirwaagen, womit der Gehalt der Erze in kleinenQuantitäten bestimmt wird, sind blofs für sehr geringe Lasteneingerichtet und haben daher nur kurze und leichte Balltensowohl als auch Waagschalen.
Die dritte Bedingung zur Erreichung einer möglichst
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grofsen Empfindlichkeit ist die Entfernung der Reibung. Wäredie Axe des Waagebalkens ein Cylinder und wälzte sich die—Fig.ser in einer krummen OefFnung, so miifste bei den Oscillatio—nen des Waagebalkens der Punct 0 nach m und rückwärtsdurch 0 wieder nach n geschoben werden, was ohne Reibungnicht geschehn könnte. Die hieraus erwachsende Trägheit derWaagen zeigt sich dadurch, dafs sich die Zunge bei den Oscil—Iationen nicht jederzeit wieder genau auf das 0 der Theilungeinstellt, sondern abwechselnd rechts oder links davon abweicht,und dieses wird um so mehr statt finden, je gröfser die zuwägenden Lasten sind; denn die Gröfse der Reibung ist be-kanntlich der Last direct proportional; dabei kommt noch dieLage des gemeinschaftlichen Schwerpunctes (S -f- s) in Betrach-tung. Läge derselbe in der geometrischen Axe des Cylinders,welcher die Axe des Waagebalkens bildet, so würde letztererbei vorhandenem Gleichgewichte in jeder Lage zur Ruhe kom-men, läge er aber unter derselben, so miifste er bei jeder Be-wegung gehoben werden und es käme zur Reibung noch dieUeberwindung dieser Last als ein Mittel zur Vermehrung derTrägheit hinzu, bei einer Lage oberhalb derselben miifste aberder W aagebalken, sofern die Reibung dieses nicht hindert, Um-schlagen. Hiervon ward später die Rede seyn; vorerst nehmenwir daher an, dafs der gemeinschaftliche Schwerpunct in diegeometrische Axe des Cylinders falle, welchen die Axe desWaagebalkens bildet. Ist dann die Unterlage eine willkürlicheFig. concave Fläche iOk, so mufs die verticale Linie durch denSchwerpunct der Axe auf den tiefsten Punct 0 fallen, wenn