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10,1 (1841) W - Wae
Entstehung
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K rara erwaage.

machen, ohne die Entfernungen der Aufhängepuncte Von derAxe des Waagebalkens zu ändern, ist bei den in Wien ver-fertigten Waagebalken am einen Ende eine Schraube mit einemId einen Gewichte angebracht, die sich tiefer in den Waagebal-ken einschrauben läfst 1 . Eine richtige Gewichtsbestimmungist aber auch durch Anwendung der durch de Burda aiwesrebenen doppelten TVägung, ohne Rücksicht auf die Richtigkeitder Waage an sich, möglich. Man bringt zu diesem Ende dieWaage, welche auf der einen Seite durch den zu wägendenKörper nebst beliebigen sonstigen Gewichtstheilen, auf der an-dern aber durch das erforderliche Gegengewicht belastet ist,zum Gleichgewichte, nimmt dann den zu wägenden Körperweg und ersetzt ihn durch Gewichtstücke, die unter Voraus-setzung ihrer Richtigkeit das Gewicht des Körpers genau angeben 2 . Hierdurch erreicht man zugleich den Vortheil, dafsdie Waage jederzeit mit dem nämlichen Gewichte belastet ist.

Das zweite Erfordernifs einer guten Waage, zunächst je-doch nur der Krämerwaage und Schnellwaage, ist der horizon-tale Stand des Waagebalkens. Wollte man den Waagebalkenblofs als einen Hebel betrachten, so würde den Forderungender Richtigkeit allerdings Genüge geschehn, wenn gleiche La-sten an den Enden beider Arme angebracht einen Stillstandhervorbrächten, auch würde ein solcher Hebel das Prädicat derEmpfindlichkeit erhalten, was sogleich als drittes Erfordernifsaufgczählt werden wird, wenn die geringste Vermehrung desGewichts in einer der beiden Waagschalen eine Bewegung zuerzeugen vermöchte, allein dann würde der Apparat nicht zum"Wägen tauglich seyn. Wird der Waagebalken als blofser He-bel betrachtet, so setzt dieses voraus, dafs die AngrifFspuncteder Lasten an beiden Enden mit dem Unterstiitzungspuncte ineine gerade Linie fallen, woraus dann der eben erwähnte Zu-stand des Gleichgewichts in jeder beliebiger Lage von selbstfolgt, zur Erlangung des horizontalen Standes nmfs aller derUnterstützungspunct über derjenigen geraden Linie liegen, wel-che die beiden Angriffspuncte der Lasten verbindet, so dafsdaher der gemeinschaftliche Schwerpunkt der letztem unter

1 Baumgahtnehs Naturlelire, Supplera. S. 58.

2 Bior Traite de Tliys. T. I. p. 15. Vergl. Edinburgh Journ.of Science N. IX. p. 120.

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