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10,1 (1841) W - Wae
Entstehung
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K r ämerwaage. 5

3X6 + 2X3= 3X5+3X3,

allein

2.3X6+ 2X3 >2.3X5+3X3.

Gewöhnlich vernachlässigt man die Prüfung der Bedingung, obpl = p'F sey, weil man voraussetzt, dafs geübte Künstlerdiese von selbst erfüllen werden, allein die vorstehende Be-trachtung zeigt deutlich, dafs sehr feine Waagen auch in dieserBeziehung Vorzüge vor andern minder genauen haben können. Esist jedoch nicht schwer zu entscheiden, ob eine gegebene Waagein dieser Beziehung richtig :y, denn da ohne eine Belastung in bei-den Waagschalen die letzteren selbst die Gröfsen P und P derGleichung abgeben, oder diejenigen Kräfte sind, welche aufdie beiden Arme des Hebels wirken, so würde in dem Falle,wenn diese Gröfsen ungleich sind und die Waage sich den-noch mit ihnen ins Gleichgewicht stellt, nach Wegnahme der-selben PL und 'P' L'= 0, dagegen pl < pT werden. Mandarf daher, um diesen Fehler zu entdecken, nur von einer imZustande des Gleichgewichts sich befindenden Waage die Scha-len abnehmen, worauf ein mit diesem Fehler behafteter Waa-gebalken aus dem Gleichgewichte kommen und an einer Seiteherabsinken wird.

Die Richtigkeit einer Waage erfordert aber aufserdem, dafsPL = PI/ und zwar in der Art sey, dafs P = P und L = I/seyn mufs , welches jedoch nicht nothwendig statt findet, wennder Waagebalken sowohl ohne die anhängenden Schalen alsauch mit denselben sich ins Gleichgewicht stellt; denn es kannallerdings (P + x) L = T (L + y) seyn, das heifst, das Gleich-gewicht kann auch unter der Bedingung statt finden, wenneine schwerere Schale am kürzeren und eine leichtere am längeren Hebelarme hängt, obgleich der Waagebalken für sich al-lein gleichfalls sich ins Gleichgewicht stellt. Es liegt indefsin der Natur der Sache, dafs man auch diese Bedingung leichtprüfen könne, wenn man nur die Schalen verwechselt. In-zwischen ist dieses bei vielen Waagen nicht thunlich odermindestens beschwerlich, und man bringt daher meistens einanderes, ebenso einfaches, Prüfungsmittel in Anwendung, in-dem man die Waage mit einer in jeder Schale liegenden Lastins Gleichgewicht bringt und dann die Lasten verwechselt.Inwiefern dieses gegründet sey, ersieht man bald aus der ein-fachen Formel für das Gleichgewicht. Es seyen demnach die